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Kurz beantwortet: Website Wartung für ein Weingut heißt einmal im Monat rund 30 Minuten für Backup-Kontrolle, Updates, Formular-Test und Inhalts-Check, dazu ein technischer Tiefencheck pro Quartal und ein großer Durchgang einmal im Jahr. Ausgelagert an eine Agentur kostet das im DACH-Raum derzeit 29 bis 150 Euro im Monat, je nachdem ob nur die Technik oder auch die Inhalte betreut werden. Wer es schleifen lässt, zahlt im Ernstfall 500 bis 2.000 Euro für die Bereinigung einer gehackten Seite und verliert in der Zwischenzeit jede Bestellung im Onlineshop.
Stand: August 2026. Der Rest dieses Artikels ist der ausführliche Plan dazu: was monatlich dran ist, was quartalsweise, was einmal im Jahr — und welche Punkte speziell für Weingüter, Buschenschänken und den Ab-Hof-Verkauf dazukommen, die in keiner Standard-Checkliste stehen.

Warum Website Wartung für dein Weingut kein Luxus ist
Eine ungewartete Website verliert in dieser Reihenfolge: zuerst Vertrauen, dann Sichtbarkeit, dann Umsatz. Das Vertrauen geht am schnellsten. Wer im August 2026 auf deiner Seite die Buschenschank-Termine von 2025 findet, glaubt dir auch beim Rest nicht mehr und ruft beim Nachbarbetrieb an.
Der zweite Verlust ist technischer Natur. WordPress ist das meistgenutzte Content-Management-System der Welt, und genau deshalb suchen automatisierte Bots gezielt nach veralteten Installationen. Angegriffen wird dabei nicht dein Weingut persönlich, sondern maschinell alles, was erreichbar ist. Ein Plugin, das seit 14 Monaten kein Update bekommen hat, ist für so einen Bot eine offene Kellertür.
Der dritte Verlust tut am meisten weh: das stille Kontaktformular. Es sieht aus wie immer, es sagt sogar „Danke für deine Anfrage“ — nur ankommen tut nichts mehr. Diesen Fehler finden wir bei der Weinwerbeagentur regelmäßig bei neuen Kundinnen und Kunden, oft erst nach Monaten. Es merkt niemand, weil ausbleibende Anfragen keinen Alarm auslösen. Es fühlt sich einfach nach einem ruhigen Sommer an.
Dazu kommt die Suchmaschine. Google bewertet unter anderem Ladezeit, mobile Bedienbarkeit und Aktualität. Eine Seite, die zwei Jahre unverändert bleibt, rutscht langsam nach hinten — nicht mit einem Knall, sondern Platz für Platz. Die regelmäßige Website Pflege und Wartung ist deshalb kein Technikthema, sondern schlicht ein Teil deines Verkaufs.
Was gehört zur regelmäßigen Wartung einer Webseite? Die 3 Ebenen der Website Wartung
Zur regelmäßigen Wartung einer Webseite gehören drei Ebenen: Technik, Inhalt und Sichtbarkeit. Die meisten Angebote am Markt decken nur Ebene eins ab. Für ein Weingut ist aber Ebene zwei die, die tatsächlich Flaschen verkauft.
- Ebene 1 – Technik: Backups, Updates von Core, Theme und Plugins, SSL-Zertifikat, PHP-Version, Sicherheits-Monitoring, Ladezeit, Datenbank aufräumen, Erreichbarkeitskontrolle.
- Ebene 2 – Inhalt: Öffnungszeiten, Ausschanktermine, Jahrgänge im Onlineshop, Preise, Versandbedingungen, Veranstaltungen, Prämierungen, Fotos, Rechtstexte.
- Ebene 3 – Sichtbarkeit: Google Unternehmensprofil, tote Links, Suchbegriffe der wichtigsten Seiten, Ladezeit-Werte, Auswertung der Besucherzahlen, Einträge in Wein- und Tourismusportalen.
Wenn dir jemand einen Wartungsvertrag für die Website anbietet, frag konkret nach, welche dieser drei Ebenen enthalten sind. „Wartung“ ist kein geschützter Begriff. Manche Anbieter meinen damit ein automatisches Update-Skript um 19 Euro, andere meinen zwei Stunden echte Arbeit im Monat. Der Preisunterschied erklärt sich fast immer über Ebene zwei und drei — also über die Frage, ob jemand auch deine Inhalte anfasst.

Dein monatlicher Wartungsplan: 12 Aufgaben in 30 Minuten
Diese zwölf Aufgaben sind der Kern des Plans, und die Reihenfolge ist Absicht: Backup vor Update, Technik vor Inhalt, Inhalt vor Zahlen. Jeder übersprungene Punkt ist einer der zwölf Fehler aus der Überschrift — und jeder davon hat schon einmal jemanden Geld gekostet.
- Backup prüfen, nicht nur laufen lassen. Schau nach, ob die letzte Sicherung wirklich erstellt wurde und wo sie liegt. Ein Backup auf demselben Server ist im Schadensfall kein Backup.
- Updates einspielen: zuerst die Plugins, dann das Theme, dann der WordPress-Core. Immer erst nach Punkt eins, nie davor.
- Sichtprüfung der fünf wichtigsten Seiten: Startseite, Weine, Buschenschank oder Verkostung, Kontakt, Kassa im Shop. Am Handy, nicht am großen Bildschirm.
- Kontaktformular echt testen. Selbst eine Anfrage abschicken und prüfen, ob die Mail im Posteingang landet — und nicht im Spam-Ordner.
- Testbestellung im Onlineshop. Bis zur Zahlungsauswahl durchklicken, Versandkosten und Lieferzeit kontrollieren, Bestätigungsmail prüfen.
- Öffnungszeiten und Termine aktualisieren. Ausschanktage, Feiertage, Betriebsurlaub, der nächste Hoffest-Termin.
- Ausverkaufte Weine ausblenden. Nichts ärgert Stammkunden mehr als eine Bestellung, die zwei Tage später storniert wird.
- Tote Links suchen. Besonders Links zu Partnerbetrieben, Weinstraßen, Vinotheken und alten Veranstaltungsseiten.
- Google Unternehmensprofil abgleichen. Öffnungszeiten, Telefonnummer und Fotos im Google Unternehmensprofil müssen mit der Website übereinstimmen. Mehr dazu in Google Business Profile für Weingüter richtig nutzen.
- Ladezeit-Stichprobe. Startseite und eine Weinseite messen. Über drei Sekunden am Handy ist Handlungsbedarf.
- Spam und alte Anfragen aufräumen. Formular-Spam löschen, gespeicherte Anfragen älter als ein Jahr entfernen — das ist auch ein Datenschutzthema.
- Drei Zahlen notieren: Besucher im Vormonat, meistbesuchte Seite, Anzahl der Anfragen oder Bestellungen. In eine simple Tabelle. Nach sechs Monaten siehst du Muster, die dir kein Bauchgefühl liefert.
Die zwölf Punkte sind bewusst so geschnitten, dass sie in eine halbe Stunde passen, solange nichts kaputt ist. Ist etwas kaputt, dauert es länger — aber dann hast du es im Februar gefunden und nicht im Mai, wenn die Ausflugsgäste kommen. Genau darin liegt der Wert einer festen Website Wartung Checkliste: Sie verwandelt seltene große Katastrophen in kleine, planbare Handgriffe.

Website Wartung bei WordPress: Wie oft sollte man updaten?
Sicherheitsupdates sofort, Plugin-Updates einmal im Monat, große WordPress-Versionen innerhalb von ein bis zwei Wochen nach Erscheinen. WordPress veröffentlicht üblicherweise mehrere große Versionen pro Jahr plus dazwischenliegende Sicherheits-Releases. Kleine Sicherheitsupdates installiert WordPress in der Standardeinstellung von selbst.
Drei Regeln, die bei der Website Wartung WordPress-seitig viel Ärger ersparen: Erstens nie ohne Backup updaten. Zweitens nach jedem Update Startseite, ein Formular und den Warenkorb kurz durchklicken. Drittens bei einem Onlineshop mit echtem Umsatz zuerst auf einer Testkopie updaten — nicht live am Freitagnachmittag um halb fünf.
Und der unterschätzte Punkt: Plugins, die seit über einem Jahr kein Update mehr bekommen haben, gehören ausgetauscht statt weiter mitgeschleppt. Ein verwaistes Slider-Plugin aus 2021 ist häufiger die Einbruchstelle als das Hosting selbst.
Die Weingut-Punkte, die keine Standard-Checkliste kennt
Wer eine Weingut Website pflegen will, hat acht Themen mehr auf der Liste als ein Steuerberater oder ein Tischler. Diese Punkte tauchen in keiner allgemeinen Wartungsliste auf, entscheiden aber darüber, ob am Wochenende jemand vor deinem Buschenschank steht.
- Ausschankzeiten und Feiertage: die häufigste Frage von Gästen. Wenn hier etwas Altes steht, ist der Rest der Seite egal.
- Jahrgangswechsel: Sobald der neue Jahrgang gefüllt ist, gehören Beschreibung, Analysewerte und Etikettenfoto im Shop getauscht.
- Weinversand im Sommer: Ab etwa 30 Grad Außentemperatur ist Versand heikel. Ein klarer Hinweis auf Thermoverpackung oder Versandpause verhindert Reklamationen.
- Veranstaltungen entrümpeln: vergangene Weinfrühlinge, Kellergassenfeste und Verkostungen raus, den nächsten Termin nach oben.
- Prämierungen aktuell halten: Auszeichnungen wie der Salon Österreich Wein oder die Landesweinbewertungen sind starke Vertrauenssignale — aber nur mit aktueller Jahreszahl. Zahlen und Hintergründe zur heimischen Weinwirtschaft findest du bei Österreich Wein.
- Saisonale Bilder: Ein verschneiter Weingarten auf der Startseite im Juli wirkt wie eine Seite, die niemand mehr betreut.
- Rechtstexte und Jugendschutz: Impressum, Datenschutz, Widerrufsbelehrung, Versandbedingungen und die Altersabfrage beim Weinverkauf. Musterinformationen dazu gibt es bei der Wirtschaftskammer Österreich.
- Kontaktdaten überall gleich: Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf Website, Google-Profil, Facebook und in Tourismusportalen identisch sein — Zeichen für Zeichen.
Diese acht Punkte kosten pro Monat vielleicht zehn Minuten. Sie sind aber der Unterschied zwischen einer Website, die aussieht wie eine Visitenkarte von vorgestern, und einer, die wie ein lebendiger Betrieb wirkt. Gerade beim Shop zahlt sich das direkt aus, wie wir in Wein online verkaufen ohne Design-Fehler zeigen.
Was quartalsweise und einmal im Jahr dran ist
Vier Mal im Jahr geht es in die Technik-Tiefe, einmal im Jahr in die Substanz. Der Monatsplan hält die Seite am Laufen, der Quartals- und Jahresplan hält sie zukunftsfähig. Beides zusammen ergibt rund sechs Stunden Arbeit im Jahr.
Wie oft sollte man eine Webseite technisch überprüfen lassen?
Einmal pro Quartal, also alle drei Monate — und bei einem Onlineshop mit laufendem Umsatz eher alle zwei. Auf die Quartalsliste gehören sechs Punkte:
- PHP-Version prüfen und rechtzeitig anheben, bevor der Hoster den Support für die alte Version einstellt.
- Backup-Rückspielung testen. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist keine Sicherheit, sondern eine Vermutung.
- Benutzerkonten durchgehen: Hat die Praktikantin vom letzten Sommer noch Administratorrechte? Passwörter erneuern.
- Google Search Console ansehen: Fehlerseiten, nicht indexierte Seiten, plötzliche Einbrüche bei den Klicks.
- Plugin-Diät: alles deaktivieren und löschen, was seit einem halben Jahr niemand braucht. Weniger Plugins heißt schnellere Seite und weniger Angriffsfläche.
- Ladezeit-Werte messen und mit dem letzten Quartal vergleichen, nicht mit einem theoretischen Idealwert.
Einmal im Jahr kommt der große Durchgang dazu — bei Weingütern am besten im Jänner oder Februar, wenn im Keller und im Weingarten weniger los ist. Dann prüfst du Hosting- und Domainkosten, verlängerst oder kündigst Lizenzen, aktualisierst die Rechtstexte, schaust dir Design und Mobilansicht ehrlich an, überarbeitest die fünf wichtigsten Seiten textlich und erneuerst die Fotostrecke nach der Lese.
Wie kann ich meine Webseite auffrischen?
Eine Auffrischung ist kein Relaunch, sie dauert einen Arbeitstag und besteht aus fünf Schritten. Erstens: neue Bilder von Lese, Keller und Buschenschank einbauen. Zweitens: den Startseitentext auf den aktuellen Jahrgang und die laufende Saison umschreiben. Drittens: die neuesten Prämierungen sichtbar platzieren.
Viertens: eine einzige neue Unterseite pro Jahr anlegen, etwa „Kellerführung buchen“, „Wein als Firmengeschenk“ oder „Unsere Lagen“. Fünftens: die Handy-Ansicht der Kontaktseite verbessern, weil dort die meisten Anfragen entstehen. Wenn danach immer noch etwas grundsätzlich nicht passt, ist es Zeit für einen Website-Relaunch für Weingüter vorbereiten statt für weitere Kosmetik.
Was kostet die Website Wartung? Preise im DACH-Raum 2026
Für die Wartung einer Website zahlst du im DACH-Raum aktuell zwischen 29 und 300 Euro netto im Monat — die typische Weingut-Website mit kleinem Onlineshop liegt bei 60 bis 150 Euro. Das sind marktübliche Bandbreiten, wie sie die Weinwerbeagentur im Jahr 2026 in Österreich, Deutschland und der Schweiz sieht. Stand: August 2026.
- Basis-Paket, nur Technik: 29 bis 59 Euro pro Monat für Updates, Backups, Sicherheits-Monitoring und einen kurzen Funktionscheck.
- Standard-Paket, Technik und Inhalt: 60 bis 120 Euro pro Monat, zusätzlich ein bis zwei Stunden Inhaltspflege — Termine, Jahrgänge, Veranstaltungen.
- Rundum-Paket mit Onlineshop: 150 bis 300 Euro pro Monat, inklusive Shop-Betreuung, Produktpflege, Ladezeit-Optimierung und regelmäßiger Auswertung.
- Abrechnung nach Aufwand: 90 bis 150 Euro netto pro Stunde bei Agenturen im DACH-Raum.
- Notfall nach einem Hackerangriff: 500 bis 2.000 Euro einmalig, dazu der Umsatzausfall während der Ausfallzeit.
Wie hoch sind die monatlichen Kosten für eine Website?
Rechne für eine gepflegte Weingut-Website mit 50 bis 200 Euro im Monat inklusive Hosting. Die Summe setzt sich aus vier Posten zusammen, und die Wartung ist nur einer davon.
- Hosting: 10 bis 30 Euro pro Monat für ordentliches Managed-WordPress-Hosting. Billiger geht, macht aber genau die Probleme, die du dann bezahlst.
- Domain: 15 bis 25 Euro pro Jahr, gerundet also 2 Euro pro Monat.
- Plugin- und Theme-Lizenzen: 150 bis 500 Euro pro Jahr, bei einem Shop eher am oberen Ende.
- Wartung: 29 bis 150 Euro pro Monat, je nach Paket und Umfang.
Was kostet ein Wartungsvertrag für eine Homepage?
Ein Wartungsvertrag für die Website liegt in Österreich üblicherweise bei 39 bis 149 Euro netto im Monat, meist mit zwölf Monaten Laufzeit und drei Monaten Kündigungsfrist. Entscheidend ist nicht der Monatspreis, sondern das, was schriftlich drinsteht.
Diese fünf Punkte gehören in jeden Vertrag: erstens der genaue Leistungsumfang je Ebene. Zweitens die Reaktionszeit im Störfall, üblich sind 24 bis 48 Stunden an Werktagen. Drittens die Anzahl der enthaltenen Betreuungsstunden. Viertens der Stundensatz für alles darüber hinaus. Fünftens die Frage, wem Zugangsdaten, Domain und Backups gehören — nämlich dir und nicht der Agentur.

Selber machen oder auslagern? Die ehrliche Weiche
Selber machen lohnt sich, wenn im Betrieb jemand technisch interessiert ist und verlässlich 30 Minuten im Monat freischaufelt. In allen anderen Fällen ist Auslagern günstiger — nicht bequemer, sondern günstiger. Die Rechnung ist simpel: Eine Stunde deiner Arbeitszeit im Weingut ist selten weniger wert als 60 Euro. Zwei Stunden Herumsuchen im WordPress-Backend kosten dich also mehr als ein halbes Jahr Basis-Betreuung.
Klar für Eigenregie spricht: kleine Seite ohne Shop, überschaubare Inhalte, jemand im Haus, der sich das zutraut. Klar dagegen spricht: ein Onlineshop mit echtem Umsatz, mehrere Sprachen, Buchungsfunktionen oder die schlichte Tatsache, dass die letzten drei guten Vorsätze in der Lese untergegangen sind.
Wie kann ich die Website Wartung outsourcen?
In vier Schritten, und der erste ist der wichtigste: Zugänge sammeln, bevor du irgendwo unterschreibst.
- Bestandsaufnahme: Hosting-Zugang, Domain-Verwaltung, WordPress-Administrator, Shop-System, Zahlungsanbieter. Alles an einem Ort dokumentieren.
- Leistungsumfang festlegen: nur Technik oder auch Inhalte? Wer pflegt die Ausschanktermine — du oder die Agentur?
- Zwei bis drei Angebote vergleichen und dabei nicht Monatspreise nebeneinanderlegen, sondern enthaltene Stunden und Reaktionszeiten.
- Übergabe mit Startcheck: Eine seriöse Agentur macht zu Beginn einen einmaligen Grundcheck und behebt Altlasten, bevor der laufende Vertrag startet.
Welche Anbieter bieten Website Wartung in Österreich an?
In Österreich kommen drei Anbietertypen infrage: Managed-WordPress-Hoster, allgemeine Webagenturen und branchenspezialisierte Agenturen. Hoster decken die Technik sauber ab, wissen aber nichts über Jahrgänge oder Buschenschank-Termine. Allgemeine Webagenturen können beides, brauchen aber jedes Mal eine Erklärung, warum im Herbst niemand ans Telefon geht.
Branchenspezialisierte Anbieter wie die Weinwerbeagentur betreuen Weingüter, Buschenschänken und Genussbetriebe im gesamten DACH-Raum und kennen den Jahresrhythmus von Lese, Verkostungssaison und Weihnachtsgeschäft. Eine passende Website Wartung Agentur erkennst du daran, dass sie im Erstgespräch nach deinem Betriebsablauf fragt und nicht nur nach der Anzahl deiner Plugins.
Fixer Termin statt guter Vorsatz: So bleibt die Wartung wirklich dran
Der einzige Wartungsplan, der funktioniert, steht als wiederkehrender Termin im Kalender und hat einen Namen dahinter. „Machen wir, wenn Zeit ist“ heißt im Weingut übersetzt: nie — weil im März der Rebschnitt und im September die Lese dazwischenkommen.
Drei Dinge machen den Unterschied. Erstens ein fixer Tag, zum Beispiel jeder erste Dienstag im Monat um acht Uhr früh, 30 Minuten lang. Zweitens eine ausgedruckte Checkliste neben dem Bildschirm, auf der abgehakt wird — Papier funktioniert hier besser als jede App. Drittens eine namentlich zuständige Person, nicht „der Betrieb“.
Und plane die schwierigen Monate bewusst anders: Im September und Oktober übernimmt entweder jemand anderer den Termin, oder du verschiebst ihn auf November und hältst dafür im Frühjahr doppelt sauber. Ein ehrlich reduzierter Plan ist besser als ein perfekter, den niemand einhält.
Fazit
Website Wartung ist für ein Weingut kein Technikposten, sondern Betriebsvorsorge: 30 Minuten im Monat, ein Tiefencheck pro Quartal, ein großer Durchgang im Jahr. Oder eben 500 bis 2.000 Euro und ein paar verlorene Wochen, wenn es schiefgeht. Die zwölf monatlichen Aufgaben aus diesem Artikel deckst du mit einem Kalendereintrag und einer ausgedruckten Liste ab.
Wenn du lieber im Keller stehst als im WordPress-Backend: Die Weinwerbeagentur übernimmt die laufende Betreuung von Website und Onlineshop für Weingüter im DACH-Raum — von Updates und Backups bis zu Jahrgängen, Ausschankterminen und Prämierungen. Schreib uns kurz, wie deine Seite aktuell betreut wird, und wir schauen es uns gemeinsam an.
Das Wichtigste als Video
FAQ – häufige Fragen
1. Was passiert, wenn ich meine Weingut-Website ein Jahr lang gar nicht warte?
Nach einem Jahr ohne Wartung hast du meistens drei Baustellen gleichzeitig. Erstens die Inhalte: Ausschanktermine, Jahrgänge und Preise stimmen nicht mehr, und Gäste rufen beim Nachbarbetrieb an. Zweitens die Technik: veraltete Plugins sind das beliebteste Einfallstor für automatisierte Bots, die maschinell nach alten Installationen suchen. Drittens die Sichtbarkeit: Google bewertet unter anderem Ladezeit, mobile Bedienbarkeit und Aktualität, deine Seite rutscht Platz für Platz nach hinten. Das Fiese daran ist, dass nichts davon einen Alarm auslöst — es fühlt sich einfach nach einem ruhigen Jahr an. Und wenn es wirklich kracht, kostet die Bereinigung einer gehackten Seite im DACH-Raum 500 bis 2.000 Euro plus Umsatzausfall.
2. Woran merke ich, dass mein Kontaktformular keine Mails mehr zustellt?
Gar nicht — außer du testest es selbst. Genau das macht den Fehler so teuer. Das Formular sieht aus wie immer, es zeigt sogar die Danke-Meldung an, nur ankommen tut nichts mehr. Ausbleibende Anfragen lösen keinen Alarm aus, deshalb finden wir dieses Problem bei neuen Weingütern oft erst nach Monaten. Der Test dauert zwei Minuten: Schick dir selbst eine Anfrage über das Formular auf deiner Website und schau nach, ob die Mail im Posteingang landet — und nicht im Spam-Ordner. Mach das einmal im Monat, immer nach den Updates, weil Updates die häufigste Ursache für stille Formulare sind.
3. Reicht Managed-WordPress-Hosting nicht schon als Website Wartung?
Nein, Hosting deckt nur einen Teil der Technik ab, nicht deine Inhalte. Ein guter Managed-Hoster macht automatische Backups, hält den Server aktuell und spielt oft auch Core-Updates ein. Was er nicht macht: prüfen, ob dein Kontaktformular noch zustellt, ob die Testbestellung im Shop bis zur Zahlung durchläuft, ob die Ausschanktermine vom letzten Sommer noch oben stehen oder ob der neue Jahrgang schon im Shop ist. Genau das sind die Punkte, die bei einem Weingut Umsatz kosten. Rechne mit Hosting als Fundament — die Ebenen Inhalt und Sichtbarkeit machst du zusätzlich, selbst oder über eine Agentur.
4. Soll ich WordPress-Updates einfach automatisch laufen lassen?
Kleine Sicherheitsupdates ja, alles andere besser kontrolliert. WordPress installiert Sicherheits-Releases in der Standardeinstellung von selbst, und das ist gut so. Bei Plugin-, Theme- und großen Core-Updates ist Automatik dagegen riskant: Wenn ein Update deinen Shop oder das Formular zerlegt, merkst du es unter Umständen wochenlang nicht. Besser ist der feste Monatstermin: erst Backup prüfen, dann Plugins, dann Theme, dann Core — und danach Startseite, ein Formular und den Warenkorb kurz durchklicken. Bei einem Onlineshop mit echtem Umsatz updatest du zuerst auf einer Testkopie. Und nie live am Freitagnachmittag um halb fünf.
5. Was mache ich, wenn die Website nach einem Update nicht mehr richtig funktioniert?
Erst das zuletzt aktualisierte Plugin deaktivieren, dann das Backup zurückspielen. Deshalb ist die Reihenfolge so wichtig: Backup vor Update, immer. In neun von zehn Fällen ist ein einzelnes Plugin schuld — deaktiviere es im Backend und prüfe, ob die Seite wieder läuft. Kommst du gar nicht mehr ins Backend, hilft nur das Backup, und zwar eines, das nicht auf demselben Server liegt wie die Website. Notiere dir außerdem, was du zuletzt aktualisiert hast, sonst suchst du beim nächsten Mal wieder von vorn. Wenn ein Plugin mehrfach Ärger macht, tausch es aus, statt es weiter mitzuschleppen.
6. Brauche ich die Wartung auch, wenn ich gar keinen Onlineshop habe?
Ja, nur wird sie kürzer und günstiger. Ohne Shop fallen Testbestellung, Produktpflege und Versandbedingungen weg — der Rest bleibt. Sicherheitslücken interessiert es nicht, ob du Wein verkaufst oder nur zeigst: Angegriffen wird maschinell alles, was erreichbar ist. Und die wichtigsten Weingut-Punkte hängen ohnehin nicht am Shop, sondern an Ausschankzeiten, Feiertagen, Veranstaltungen, Prämierungen und den Kontaktdaten, die auf Website, Google-Profil und in Tourismusportalen identisch sein müssen. Rechne für eine Seite ohne Shop mit rund 15 bis 20 Minuten im Monat oder einem Basis-Paket ab 29 bis 59 Euro netto.
7. Wann im Weinjahr ist der beste Zeitpunkt für den großen Wartungsdurchgang?
Im Jänner oder Februar, wenn im Keller und im Weingarten weniger los ist. Dann hast du Ruhe für die Punkte, die wirklich Zeit brauchen: Hosting- und Domainkosten prüfen, Lizenzen verlängern oder kündigen, Rechtstexte aktualisieren, Design und Mobilansicht ehrlich anschauen, die fünf wichtigsten Seiten textlich überarbeiten und die Fotostrecke nach der Lese erneuern. Genauso wichtig ist der umgekehrte Fall: Plane September und Oktober bewusst anders. In der Lese übernimmt entweder jemand anderer den Monatstermin, oder du verschiebst ihn auf November und hältst dafür im Frühjahr doppelt sauber. Ein ehrlich reduzierter Plan schlägt einen perfekten, den niemand einhält.
8. Welche Zugänge braucht eine Agentur für die Wartung — und was bleibt bei mir?
Die Agentur braucht Hosting, WordPress-Administrator, Shop-System und meist den Zugang zum Google Unternehmensprofil. Bei dir bleiben müssen Domain, Zahlungsanbieter und die Hoheit über alle Zugangsdaten. Merksatz für den Vertrag: Domain, Zugänge und Backups gehören dir, nicht der Agentur — das gehört schriftlich festgehalten, samt der Zusage, dass du bei einer Trennung alles vollständig zurückbekommst. Sammle vor dem Erstgespräch alle Zugänge an einem Ort und dokumentiere sie. Das klingt nach Bürokratie, ist aber der Punkt, an dem die meisten Betriebe hängen bleiben: Wer den Hosting-Zugang nicht mehr findet, kann auch nicht wechseln.
9. Wie erkenne ich einen unseriösen Wartungsvertrag?
Daran, dass nur ein Monatspreis drinsteht und sonst nichts Konkretes. „Wartung“ ist kein geschützter Begriff — manche verkaufen darunter ein automatisches Update-Skript um 19 Euro, andere zwei Stunden echte Arbeit. Diese fünf Punkte müssen schriftlich stehen: der genaue Leistungsumfang je Ebene (Technik, Inhalt, Sichtbarkeit), die Reaktionszeit im Störfall (üblich sind 24 bis 48 Stunden an Werktagen), die Anzahl der enthaltenen Betreuungsstunden, der Stundensatz für alles darüber hinaus und die Eigentumsfrage bei Zugangsdaten, Domain und Backups. Vergleiche zwei bis drei Angebote nicht über den Monatspreis, sondern über Stunden und Reaktionszeiten. Und frag nach, ob es einen einmaligen Startcheck für Altlasten gibt.
10. Wie lange dauert die monatliche Wartung realistisch?
Rund 30 Minuten, solange nichts kaputt ist — plus etwa zehn Minuten für die Weingut-Themen. In der halben Stunde stecken die zwölf Aufgaben: Backup prüfen, Updates einspielen, fünf Seiten am Handy sichtprüfen, Formular testen, Testbestellung, Termine und Öffnungszeiten aktualisieren, ausverkaufte Weine ausblenden, tote Links suchen, Google-Profil abgleichen, Ladezeit messen, Spam aufräumen und drei Zahlen notieren. Ist etwas defekt, dauert es länger — aber dann findest du es im Februar und nicht im Mai, wenn die Ausflugsgäste kommen. Über das Jahr gerechnet landest du mit Quartals- und Jahrescheck bei rund sechs Stunden.


