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Kurz beantwortet: Weinflaschen fotografieren funktionierst am besten mit einer Flasche auf mattem, hellgrauem oder weißem Untergrund, zwei bis drei weichen Lichtquellen seitlich hinter der Flasche, Kamera auf Stativ bei ISO 100 und Blende f/8 bis f/11, Fokus fix auf die Mitte des Etiketts. Die Flasche vorher mit Mikrofasertuch und Handschuhen putzen, danach freistellen und als WebP mit 2.000 × 2.000 Pixel in den Shop laden. Wer diese fünf Punkte einhält, bekommt saubere Packshots ohne Spiegelung – ganz ohne teures Studio.
Der Rest dieses Artikels erklärt Dir das Warum dahinter: welches Licht das Etikett zum Leuchten bringt, welche Kamera-Einstellungen wirklich zählen, wie viele Bilder Dein Weinshop pro Wein braucht und wann sich ein Profi-Shooting rechnet. Stand: September 2026.

Warum gute Produktbilder Deinen Wein verkaufen
Im Onlineshop ist das Foto Dein Verkostungsglas. Der Kunde kann nicht riechen, nicht schmecken, nicht in der Vinothek plaudern – er sieht ein Bild und entscheidet in wenigen Sekunden, ob er weiterklickt oder wegklickt. Produktfotos Wein sind damit kein Deko-Thema, sondern der erste Qualitätsbeweis Deines Betriebs.
Dazu kommt ein handfester Grund: Der Onlineverkauf ist für Weingüter im DACH-Raum längst ein eigener Absatzkanal neben Ab-Hof-Verkauf und Gastronomie. Österreich bewirtschaftet laut Österreich Wein Marketing rund 45.000 Hektar Rebfläche – und praktisch jeder dieser Betriebe kämpft online um dieselbe Aufmerksamkeit.
Wer Weinflaschen fotografieren lässt oder es selbst sauber macht, gewinnt gleich mehrfach: bessere Conversion im Shop, brauchbares Material für Instagram und Newsletter, saubere Vorlagen für Preislisten und Messeunterlagen. Ein Bildersatz, viele Kanäle.
Der umgekehrte Fall kostet real: schiefe Flaschen, gelbstichige Küchenbeleuchtung, das Fenster als Reflexion im Etikett. Solche Bilder sagen dem Besucher unbewusst „Hobbybetrieb“ – auch wenn im Glas ein hervorragender Wein steckt.
Was Du zum Weinflaschen fotografieren wirklich brauchst
Die Grundausstattung für Produktfotografie Flaschen ist überschaubar. Du brauchst kein Studio mit acht Blitzen, sondern sechs Dinge, die zusammenpassen:
- Stativ – nicht verhandelbar. Ohne Stativ kein wiederholbarer Bildausschnitt und keine langen Belichtungszeiten bei ISO 100.
- Zwei bis drei Lichtquellen mit Softbox oder Diffusor, mindestens 60 × 60 cm. LED-Dauerlicht mit 5.500 Kelvin und CRI über 90 reicht völlig.
- Hintergrund aus mattem Karton oder Stoff, hellgrau oder weiß, mindestens 100 cm breit, ohne Knicke.
- Kamera mit Brennweite 50 bis 100 mm (Vollformat-äquivalent). Weitwinkel verzerrt die Flaschenform.
- Baumwollhandschuhe und Mikrofasertuch – Fingerabdrücke auf dunklem Glas sind die Hölle in der Retusche.
- Wasserwaage oder Gitterlinien im Display, damit die Flasche wirklich senkrecht steht.
Rechne mit 300 bis 800 Euro, wenn Du diese Ausstattung neu kaufst (Erfahrungswert Stand September 2026, ohne Kamera). Das rentiert sich ab etwa 20 bis 30 Flaschen, die Du regelmäßig selbst ablichtest.
Kann ich Weinflaschen mit dem Handy fotografieren?
Ja, für Social Media und schnelle Zwischenlösungen. Für den Shop nur mit Einschränkungen. Moderne Smartphones liefern genug Auflösung, aber die kurze Brennweite der Hauptkamera verzerrt die Flaschenschulter, und die automatische Bildoptimierung überschärft feine Etikettenschriften.
Wenn es das Handy sein muss: Tele-Objektiv oder 2-fach-Zoom nutzen, Blitz aus, HDR aus, Belichtung manuell etwas abdunkeln, Handy aufs Stativ. Und immer im RAW- oder ProRAW-Format, falls Dein Gerät das kann – sonst hast Du bei der Nachbearbeitung keine Reserven.
Licht und Hintergrund: So kommt das Etikett zur Geltung
Beim Weinflaschen fotografieren entscheidet das Licht, nicht die Kamera. Glas ist kein Motiv, das man anleuchtet – Glas ist ein Spiegel. Du fotografierst nicht die Flasche, Du fotografierst das, was sich in ihr spiegelt. Deshalb kommt das Licht nicht von vorne, sondern von hinten seitlich.
Der bewährte Aufbau: zwei große Softboxen links und rechts hinter der Flasche, um etwa 45 Grad nach hinten versetzt. Sie erzeugen die charakteristischen hellen Streifen an den Flaschenkanten, die dem Glas Form geben. Das Etikett bekommt eine dritte, deutlich schwächere Lichtquelle von vorne – oder einfach einen weißen Aufheller aus Karton.

Wie viele Lichtquellen brauche ich für ein Flaschenfoto?
Zwei reichen, drei sind ideal, mehr als vier machen es schlechter. Mit zwei Streiflichtern hinter der Flasche bekommst Du bereits saubere Kanten. Die dritte Lichtquelle hellt das Etikett auf, damit Schrift und Prägung lesbar bleiben. Jede weitere Lampe erzeugt zusätzliche Reflexe im Glas, die Du später mühsam wegretuschieren musst.
Ein Sonderfall sind Bordeaux-Flaschen in Dunkelgrün oder Braun: Die schlucken deutlich mehr Licht als eine helle Burgunderflasche. Plane für dunkles Glas ein bis zwei Blendenstufen mehr Leistung ein oder rücke die Softboxen näher heran.
Welcher Hintergrund ist für Weinflaschen-Fotos besser – schwarz oder weiß?
Für den Weinshop: weiß oder hellgrau. Für Marketing und Social Media: schwarz oder dunkel. Der Grund ist praktisch, nicht ästhetisch. Shop-Systeme wie WooCommerce, Shopify oder Shopware zeigen Produktbilder auf weißem Grund an – ein dunkles Bild wirkt dort wie ein Fremdkörper und lässt sich nicht sauber freistellen.
Schwarze Hintergründe sind stark bei dunklen Rotweinflaschen mit Goldprägung, für Etiketten-Detailaufnahmen und für Anzeigen. Für den Standard-Packshot bleibt Weiß der Arbeitspferd-Hintergrund. Mach beides, wenn Du schon aufgebaut hast – der Hintergrundwechsel kostet zwei Minuten.
Spiegelungen vermeiden – der Klassiker unter den Fehlern
Flaschen fotografieren ohne Spiegelung heißt: Du kontrollierst, was rund um die Flasche steht. Jede helle Fläche im Raum landet als Reflex im Glas – das Fenster, die weiße Wand, Dein T-Shirt, die Kamera selbst. Das ist der häufigste Fehler beim Weinflaschen fotografieren und gleichzeitig der am leichtesten lösbare.
Die wirksamste Maßnahme ist ein sogenanntes Lichtzelt oder ein selbstgebautes Äquivalent: zwei weiße Kartons links und rechts, ein schwarzer Karton mit Loch für das Objektiv davor. Die Kamera schaut durch das Loch, alles andere ist abgedeckt.
Wie fotografiere ich Flaschen ohne Spiegelung – Schritt für Schritt?
- Raum abdunkeln. Fensterlicht ausschließen, Rollo runter, Deckenlicht aus. Nur Deine kontrollierten Lichtquellen brennen.
- Schwarze Flags aufstellen. Zwei schwarze Kartons links und rechts vor der Flasche schlucken seitliche Streureflexe.
- Polfilter aufschrauben und drehen, bis die störenden Glanzflächen verschwinden. Kostet ein bis zwei Blendenstufen Licht, spart Stunden Retusche.
- Abstand vergrößern. 1,5 bis 2 Meter zwischen Kamera und Flasche, dafür längere Brennweite. Je näher Du rangehst, desto größer spiegelt sich die Kamera im Glas.
- Kontrolle am großen Bildschirm, nicht am Kameradisplay. Reflexe siehst Du am 5-Zoll-Display schlicht nicht.
Ein kleiner, gezielter Reflex auf der Flaschenschulter darf übrigens bleiben. Vollkommen mattes Glas sieht künstlich aus – das Auge erwartet Glanz.
Kamera-Einstellungen für gestochen scharfe Flaschenfotos
Wenn Du Weinflaschen fotografieren willst, brauchst Du genau vier manuelle Einstellungen. Der Rest ist Routine.
- ISO 100 (oder der niedrigste native Wert Deiner Kamera). Auf dem Stativ brauchst Du keine hohe Empfindlichkeit, und niedriger ISO bedeutet null Bildrauschen im dunklen Glas.
- Blende f/8 bis f/11. Hier liefern die meisten Objektive ihre beste Schärfe, und die Schärfentiefe reicht von der Etikettenmitte bis zu den Flaschenrändern. Über f/16 wird es durch Beugung wieder weicher.
- Belichtungszeit nach Bedarf – 1/8 Sekunde oder 2 Sekunden ist auf dem Stativ egal. Fernauslöser oder 2-Sekunden-Selbstauslöser verwenden.
- Weißabgleich manuell auf 5.500 Kelvin oder per Graukarte. Automatik-Weißabgleich variiert von Bild zu Bild – bei einer Serie von 30 Weinen ein Retusche-Albtraum.
Wie bekomme ich gestochen scharfe Fotos vom Etikett?
Manuell fokussieren, auf die Mitte des Etiketts, mit Lupenansicht bei 100 Prozent Vergrößerung. Der Autofokus sucht sich bei Glas gerne die Spiegelung statt die Papieroberfläche – und dann ist der Schriftzug weich, obwohl das Bild „scharf“ wirkt.
Zwei Zusatztipps aus der Praxis: Spiegelvorauslösung oder elektronischer Verschluss eliminieren Vibrationen. Und wenn Du prägnante Etiketten mit Relief oder Heißfolienprägung hast, dreh die Flasche minimal, bis die Prägung Licht fängt – frontal ist sie unsichtbar.
Fotografiere grundsätzlich in RAW. JPEG aus der Kamera verwirft genau die Tonwerte in dunklem Glas und hellem Papier, die Du später brauchst. Wie Du das Etikettendesign selbst so gestaltest, dass es auf Fotos gut kommt, ist ein eigenes Thema:
Packshot-Standards für Deinen Weinshop
Weinflaschen fotografieren für den Onlineshop heißt: Standardisierung schlägt Kreativität. Ein Packshot Weinflasche ist kein Kunstwerk, sondern ein Datensatz. Alle Flaschen gleich groß, gleich hoch im Bild, gleicher Abstand zum Rand, gleiche Perspektive. Erst dann sieht Deine Shop-Übersicht ruhig und professionell aus.
Konkret bewährt haben sich diese Werte für Produktbilder Weinshop:
- Format: quadratisch, 1:1. Passt in Shop-Grids, Instagram und Google Shopping gleichermaßen.
- Auflösung: 2.000 × 2.000 Pixel. Genug Reserve für die Zoom-Funktion, ohne dass die Datei explodiert.
- Dateiformat: WebP für die Website, JPEG als Reserve, PNG mit Transparenz fürs Freistellen.
- Dateigröße: unter 200 KB pro Bild. Alles darüber bremst Deine Ladezeit und damit Dein Google-Ranking.
- Flaschenhöhe im Bild: ca. 85 Prozent der Bildhöhe, gleichmäßiger Rand oben und unten.
- Dateiname: sprechend, z. B. gruener-veltliner-2025-weingut-muster.webp – nie IMG_4711.jpg.

Welche Bildgröße und welches Format brauche ich für den Weinshop?
2.000 × 2.000 Pixel als WebP, unter 200 KB. WebP liefert bei vergleichbarer Qualität spürbar kleinere Dateien als JPEG und wird seit Jahren von allen aktuellen Browsern unterstützt. Die meisten WordPress- und WooCommerce-Setups konvertieren automatisch, wenn ein Bild-Plugin aktiv ist.
Lade trotzdem nie das 24-Megapixel-Original hoch und lass WordPress skalieren – das erzeugt unnötige Server-Last und oft matschige Thumbnails. Skaliere vorher auf die Zielgröße. Mehr dazu, wie Dein Shop technisch sauber aufgesetzt wird: Produktseiten im Wein-Onlineshop optimieren
Wie stelle ich eine Weinflasche frei (transparentes PNG)?
Sauber freistellen geht am schnellsten, wenn Du schon beim Fotografieren an das Freistellen denkst. Weißer Hintergrund plus deutlicher Helligkeitsabstand zwischen Flasche und Untergrund – dann macht die Auswahl-Automatik in Photoshop, Affinity Photo oder GIMP fast die ganze Arbeit.
Der Knackpunkt beim Weinflaschen freistellen ist die Transparenz des Glases. Eine hart ausgeschnittene Flasche wirkt wie aufgeklebt. Behalte deshalb einen Rest der Durchsicht im Flaschenhals und lege einen weichen, elliptischen Schatten unter die Flasche – etwa 20 bis 30 Prozent Deckkraft. Für den Katalogdruck exportierst Du zusätzlich ein PNG mit Alphakanal, für den Shop reicht meist WebP mit Transparenz.
Wie viele Bilder pro Wein – und was bei neuem Jahrgang gilt
Vier bis sechs Bilder pro Wein sind der Richtwert. Weniger wirkt lieblos, mehr wird selten angeschaut. Diese Reihenfolge hat sich für Weingüter bewährt:
- Packshot frontal auf Weiß, freigestellt – das Hauptbild in der Übersicht.
- Etikett-Detail, formatfüllend, damit Jahrgang, Lage und Sorte lesbar sind.
- Rückenetikett – Alkoholgehalt, Allergene, Füllmenge. Spart Dir Kundenanfragen und erfüllt Informationspflichten.
- Gebindebild: 3er- oder 6er-Karton, weil viele Kunden Kartonweise bestellen.
- Stimmungsbild mit Glas, Speisenbegleitung oder Lage – für Social Media und die Produktbeschreibung.
- Optional: Vergleichsbild mit anderen Weinen der Linie, wenn Du eine Serie führst.
Beim Jahrgangswechsel gilt eine einfache Regel: Ändert sich nur die Jahreszahl am Etikett, reicht ein neues Frontalbild plus Etikett-Detail. Ändert sich das Etikettendesign, brauchst Du den kompletten Satz neu. Plane den Fototermin deshalb in den Wochen nach der Abfüllung ein, nicht erst wenn der Shop schon leer wirkt.
Die 7 häufigsten Fehler beim Weinflaschen fotografieren
Diese sieben Punkte tauchen in fast jedem Weingut-Shop auf, den wir uns ansehen – und jeder einzelne kostet Vertrauen:
- Fenster oder Lampe spiegelt sich im Glas. Der Blick aus dem Verkostungsraum ist schön, im Etikett hat er nichts verloren.
- Fingerabdrücke und Staub. Auf dunklem Glas gnadenlos sichtbar. Handschuhe anziehen, vor jedem Bild abwischen.
- Schiefe Flasche. Zwei Grad Neigung sieht das Auge sofort, auch wenn es nicht weiß, warum das Bild „komisch“ wirkt.
- Uneinheitliche Größen. Wenn in der Shop-Übersicht jede Flasche anders hoch ist, wirkt das Sortiment zusammengewürfelt.
- Farbstich durch Mischlicht. Tageslicht plus warme Glühbirne ergibt Grünstich im Weißwein-Etikett. Immer nur eine Lichtart verwenden.
- Kapsel nicht ausgerichtet. Die Naht der Kapsel oder das Kapselmotiv gehört mittig nach vorne – bei allen Flaschen gleich.
- Zu große Dateien. 4-MB-Bilder machen jede Shop-Seite langsam. Ladezeit ist ein direkter Google-Rankingfaktor.
Fehler 1 bis 6 löst Du beim Fotografieren, Fehler 7 in der Nachbearbeitung. Nummer 3 und 4 verhinderst Du am elegantesten mit einer Markierung am Boden: Klebeband für den Flaschenstandort, Stativ nicht mehr bewegen. Dann sitzt Flasche 30 exakt wie Flasche 1.

Selbst fotografieren oder machen lassen? Aufwand, Kosten, Ergebnis
Weinflaschen fotografieren kannst Du selbst – die Frage ist, ob es sich rechnet. Rechne ehrlich: Für die erste Serie brauchst Du realistisch einen ganzen Tag für Aufbau und Einarbeitung, danach etwa 15 bis 25 Minuten pro Wein inklusive Bildbearbeitung. Bei 20 Weinen sind das rund acht Stunden Nachbearbeitung obendrauf.
Für Dich als Winzerin oder Winzer heißt das: Ein Shooting frisst zwei bis drei Arbeitstage, die im September niemand übrig hat. Dafür bist Du danach unabhängig und kannst jederzeit nachfotografieren.
Was kosten professionelle Flaschenfotos?
Für standardisierte Packshots liegen die Preise im DACH-Raum bei etwa 40 bis 90 Euro pro Wein, wenn Du eine Serie ab zehn Flaschen beauftragst (Erfahrungswerte, Stand September 2026). Tagessätze für ein Produktshooting bewegen sich meist zwischen 800 und 1.500 Euro, inklusive Aufbau, Aufnahme und Basis-Retusche. Stimmungsbilder am Weingut und Freisteller kosten extra.
Was Du bei Flaschenfotos-Kosten unbedingt abklären solltest: Wie viele Bilder pro Wein sind inkludiert, ist das Freistellen dabei, welche Nutzungsrechte bekommst Du und in welchen Formaten wird geliefert. Ein Angebot ohne Nutzungsrechte für Print und Web ist kein günstiges Angebot, sondern ein unvollständiges. Die Wirtschaftskammer Österreich bietet dazu Musterunterlagen und Beratung für Auftraggeber.
Wie lange dauert ein Packshot-Shooting am Weingut?
Ein eingespieltes Team schafft 15 bis 25 Weine an einem Tag, wenn der Aufbau steht und alle Flaschen sauber, etikettiert und vollständig bereitstehen. Die Retusche und Auslieferung dauert danach üblicherweise fünf bis zehn Werktage.
Deine Vorbereitung entscheidet über das Tempo: Flaschen vorher putzen, Kapseln ausrichten, eine Liste mit Dateinamen und Artikelnummern bereitlegen. Und wenn Du gleich dabei bist – nutze denselben Tag für Bilder von Buschenschank, Vinothek und Lagen. Das ist Material, das Du das ganze Jahr über brauchst: Kosten für ein Fotoshooting am Weingut
Vergiss zum Schluss nicht, die besten Packshots auch in Dein Google Unternehmensprofil zu laden. Viele Kunden sehen Dein Weingut zuerst dort – nicht auf Deiner Website.
Fazit
Weinflaschen fotografieren ist Handwerk mit klaren Regeln, kein Zufall und keine Frage der teuersten Kamera. Licht von hinten seitlich, kontrollierte Umgebung gegen Spiegelungen, ISO 100 und f/8 bis f/11, ein standardisierter Packshot auf Weiß und vier bis sechs Bilder pro Wein – damit sieht Dein Weinshop 2026 aus wie ein Betrieb, der weiß, was er tut.
Wenn Du merkst, dass die Zeit dafür im Betriebsalltag schlicht fehlt: Genau dafür gibt es die Weinwerbeagentur. Wir kennen Weingüter, Buschenschänken und die Eigenheiten von dunklem Glas – und liefern Dir Packshots, Freisteller und Shop-fertige Dateien aus einer Hand. Schreib uns, dann schauen wir gemeinsam auf Dein Sortiment. ?
Das Wichtigste als Video
FAQ – häufige Fragen
1. Welche Kameraeinstellungen brauche ich für Weinflaschen-Packshots?
ISO 100, Blende f/8 bis f/11, manueller Weißabgleich auf 5.500 Kelvin und manueller Fokus auf die Etikettenmitte – mehr brauchst Du nicht. Die Belichtungszeit ist auf dem Stativ egal, ob 1/8 oder 2 Sekunden spielt keine Rolle, solange Du mit Fernauslöser oder Selbstauslöser arbeitest. Über f/16 solltest Du nicht gehen, weil die Beugung die Schärfe wieder auffrisst. Fotografiere grundsätzlich in RAW: JPEG verwirft genau die Tonwerte in dunklem Glas und hellem Etikettenpapier, die Du später in der Nachbearbeitung brauchst. Und lass die Finger vom Automatik-Weißabgleich – bei einer Serie von 30 Weinen hast Du sonst 30 leicht verschiedene Farbstimmungen auf dem Tisch.
2. Kann ich Weinflaschen mit Tageslicht am Fenster fotografieren?
Für den Shop besser nicht. Fensterlicht ändert sich im Lauf des Tages, mischt sich mit dem Kunstlicht im Raum und landet als klar sichtbare helle Fläche im Glas. Genau dieses Mischlicht ist einer der häufigsten Fehler: Tageslicht plus warme Glühbirne ergibt einen Grünstich, der besonders auf hellen Weißwein-Etiketten auffällt. Für Stimmungsbilder in der Vinothek oder für Social Media ist Tageslicht dagegen völlig in Ordnung. Sobald Du eine ganze Serie mit gleichem Look brauchst, dunkelst Du den Raum ab und arbeitest nur mit Deinen eigenen Lichtquellen. Dann sieht Flasche 30 exakt aus wie Flasche 1.
3. Warum sehen meine Handyfotos im Weinshop unprofessionell aus?
Meistens liegt es an der kurzen Brennweite und der automatischen Bildoptimierung. Die Hauptkamera Deines Smartphones ist ein Weitwinkel – sie verzerrt die Flaschenschulter und lässt den Hals unnatürlich schmal wirken. Dazu überschärft die Automatik feine Etikettenschriften, und der Auto-Weißabgleich springt von Bild zu Bild. Wenn es das Handy sein muss: Tele-Objektiv oder mindestens 2-fach-Zoom nutzen, Blitz und HDR aus, Belichtung manuell etwas abdunkeln, Handy aufs Stativ und wenn möglich in RAW beziehungsweise ProRAW fotografieren. Für Instagram reicht das gut. Für die Shop-Übersicht, in der alle Flaschen nebeneinander stehen, fällt der Unterschied zur Kamera sofort auf.
4. Wie fotografiere ich dunkelgrüne oder braune Flaschen, ohne dass sie absaufen?
Dunkles Glas braucht ein bis zwei Blendenstufen mehr Licht als eine helle Burgunderflasche. Bordeaux-Flaschen in Dunkelgrün oder Braun schlucken deutlich mehr Licht, deshalb rückst Du die Softboxen näher heran oder drehst die Leistung hoch. Wichtig bleibt die Richtung: Das Licht kommt seitlich von hinten, damit die hellen Streifen an den Flaschenkanten entstehen, die dem Glas überhaupt erst Form geben. Das Etikett hellst Du mit einer schwachen dritten Lampe oder einem weißen Karton von vorne auf. Und bleib bei ISO 100 – hohe ISO-Werte erzeugen genau in den dunklen Glasflächen sichtbares Rauschen.
5. Wie bekomme ich alle Flaschen im Shop gleich groß und gerade?
Mit einer Markierung am Boden und einem Stativ, das Du nicht mehr bewegst. Kleb den Flaschenstandort mit Klebeband ab, stell das Stativ auf Höhe der Etikettenmitte ein und ändere zwischen den Aufnahmen weder Abstand noch Brennweite. Dann sitzt Flasche 30 exakt wie Flasche 1. Für die Senkrechte nutzt Du Gitterlinien im Display oder eine kleine Wasserwaage – zwei Grad Neigung sieht das Auge sofort, auch wenn es nicht benennen kann, warum das Bild komisch wirkt. Beim Zuschnitt gibst Du der Flasche rund 85 Prozent der Bildhöhe mit gleichmäßigem Rand oben und unten. Erst diese Standardisierung lässt Deine Shop-Übersicht ruhig und professionell aussehen.
6. Wie viele Produktbilder braucht ein Wein im Onlineshop?
Vier bis sechs Bilder pro Wein sind der Richtwert – weniger wirkt lieblos, mehr wird selten angeschaut. Bewährt hat sich diese Reihenfolge: freigestellter Packshot frontal auf Weiß als Hauptbild, danach das Etikett-Detail formatfüllend, damit Jahrgang, Lage und Sorte lesbar sind. Dazu das Rückenetikett mit Alkoholgehalt, Allergenen und Füllmenge – das spart Dir Kundenanfragen und erfüllt die Informationspflichten. Ein Gebindebild vom 3er- oder 6er-Karton hilft, weil viele Kunden kartonweise bestellen. Zum Schluss ein Stimmungsbild mit Glas, Speisenbegleitung oder Lage, das Du gleichzeitig für Social Media und die Produktbeschreibung nutzen kannst.
7. Muss ich beim Jahrgangswechsel alle Fotos neu machen?
Nein – das hängt allein davon ab, ob sich das Etikettendesign ändert. Ändert sich nur die Jahreszahl, reichen ein neues Frontalbild und ein neues Etikett-Detail. Gebindebild, Rückenetikett und Stimmungsbild kannst Du weiterverwenden. Ändert sich dagegen das Design, brauchst Du den kompletten Satz neu, sonst mischen sich im Shop zwei Optiken. Plane den Fototermin am besten in den Wochen nach der Abfüllung ein und nicht erst dann, wenn der Shop schon leer wirkt. Wenn Du den Aufbau ohnehin stehen hast, fotografierst Du gleich alle Jahrgangswechsel der Saison in einem Durchgang – das spart den halben Aufwand.
8. Warum bremsen große Bilddateien mein Google-Ranking?
Weil die Ladezeit ein direkter Rankingfaktor ist – und Produktbilder sind auf den meisten Weingut-Seiten der größte Datenbrocken. Ein 4-MB-Foto pro Wein macht jede Shop-Kategorie zäh, besonders am Handy im Weingarten oder unterwegs. Die Zielwerte für Produktbilder im Weinshop: 2.000 × 2.000 Pixel als WebP, unter 200 KB pro Bild. Das reicht für die Zoom-Funktion und bleibt trotzdem schlank. Lade nie das 24-Megapixel-Original hoch und lass WordPress skalieren – das erzeugt unnötige Serverlast und oft matschige Thumbnails. Skaliere vorher auf die Zielgröße und gib den Dateien sprechende Namen wie gruener-veltliner-2025-weingut-muster.webp statt IMG_4711.jpg.
9. Was muss ich vor einem Packshot-Shooting am Weingut vorbereiten?
Saubere, vollständig etikettierte Flaschen und eine Liste mit Artikelnummern und Wunsch-Dateinamen – das entscheidet über das Tempo des ganzen Tages. Putz die Flaschen vorher mit Mikrofasertuch und Handschuhen, richte die Kapselnaht bei allen Flaschen gleich nach vorne aus und stell auch die Gebinde bereit, wenn Kartonbilder gewünscht sind. Ein eingespieltes Team schafft so 15 bis 25 Weine an einem Tag; Retusche und Auslieferung dauern danach üblicherweise fünf bis zehn Werktage. Nutz denselben Tag gleich für Bilder von Buschenschank, Vinothek und Lagen – dieses Material brauchst Du das ganze Jahr über für Website, Newsletter und Social Media.
10. Welche Nutzungsrechte sollte ich bei einem Fotografen vereinbaren?
Zeitlich und räumlich unbeschränkte Nutzung für Web und Print, inklusive Social Media und Weitergabe an Händler. Ein Angebot ohne diese Rechte ist nicht günstig, sondern unvollständig – Du zahlst sonst beim nächsten Katalog oder bei der Messe ein zweites Mal. Klär vor der Beauftragung außerdem vier Punkte schriftlich: wie viele Bilder pro Wein inkludiert sind, ob das Freistellen dabei ist, in welchen Formaten geliefert wird (WebP, JPEG, PNG mit Alphakanal) und wie lange die Bearbeitung dauert. Zur Orientierung: Packshots liegen im DACH-Raum bei etwa 40 bis 90 Euro pro Wein ab zehn Flaschen, Tagessätze meist zwischen 800 und 1.500 Euro.


