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Ein Weingut Fotoshooting braucht zwölf Motivgruppen, damit eine Website vollständig ist: Winzerporträt, Team, Weingarten in mindestens zwei Jahreszeiten, Keller, Presshaus, Buschenschank oder Verkostungsraum, Detailaufnahmen, Flaschen-Freisteller, Flasche im Ambiente, das Sortiment als Gruppe, die Hofansicht für die Anfahrt und ein Titelbild im Querformat. Aus einem gut geplanten Fototag kommen 60 bis 120 verwendbare Bilder, die Investition liegt im DACH-Raum bei 1.200 bis 2.500 Euro netto pro Tag (Stand: September 2026).
Das ist die kurze Antwort. Die lange erklärt, warum genau diese Motive verkaufen, welche Bildgrößen deine Website nicht ausbremsen, was du bei Einwilligungen und Stockfotos beachten musst – und wie du einen Fototag so vorbereitest, dass du am Ende nicht 400 Weingarten-Bilder und kein einziges brauchbares Produktfoto hast.
Geschrieben ist das Ganze für inhabergeführte Weingüter, Buschenschänken und Genussbetriebe in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Also für dich, wenn du im Herbst gleichzeitig lesen, keltern, verkaufen und irgendwie auch noch Marketing machen sollst.

Warum ein Weingut Fotoshooting mehr bringt als jeder neue Website-Text
Bilder entscheiden schneller als Text, ob jemand auf deiner Seite bleibt. Wer auf einer Weingut-Website landet, scannt zuerst das Titelbild, dann Gesichter, dann Flaschen – Text kommt erst danach. Ein Weingut Fotoshooting wirkt deshalb auf jede Unterseite gleichzeitig, während ein neuer Text nur die eine Seite verbessert, auf der er steht.
Dazu kommt: Wein ist im DACH-Raum ein extrem dichter Markt. Laut Österreich Wein Marketing bewirtschaftet allein Österreich rund 45.000 Hektar Rebfläche, verteilt auf mehrere tausend Betriebe. Fachlich sauber gearbeitet wird fast überall. Was dich unterscheidbar macht, sind dein Gesicht, deine Lage, dein Keller – und die kann niemand kopieren.
Ein dritter Punkt, der oft untergeht: Gute Fotos arbeiten weit über die Website hinaus. Dieselben Bilder landen auf Instagram, im Newsletter, im Onlineshop, auf Messe-Rollups, in der Pressemappe und im Google-Unternehmensprofil. Rechne die Investition also nicht auf eine Website, sondern auf zwei bis drei Jahre Marketing.
Und ganz praktisch: Ein Onlineshop ohne ordentliche Produktfotos verkauft schlechter. Das ist keine Meinung, sondern Alltagserfahrung aus jedem Shop-Projekt – Kundinnen und Kunden, die eine Flasche nicht angreifen können, brauchen Bilder als Ersatz für die Hand.
Was eine neue Weingut-Website enthalten sollte
Die 12 Motive, die auf keiner Weingut-Website fehlen dürfen
Diese zwölf Motivgruppen decken jede Standard-Weingut-Website ab – Startseite, Über uns, Weine, Shop, Buschenschank, Kontakt. Arbeite die Liste beim Weingut Fotoshooting als Checkliste ab, dann fehlt am Ende nichts:
- Winzerporträt – du oder ihr als Paar, im Weingarten oder im Keller, Hoch- und Querformat.
- Team- und Familienbild – auch wenn ihr zu dritt seid. Zeigt, dass hinter dem Betrieb Menschen stehen.
- Weingarten Frühling/Sommer – grünes Laub, Weitwinkel, für Titelbilder und Hintergründe.
- Weingarten zur Lese – volle Trauben, Erntekisten, Hände. Das emotionalste Motiv im ganzen Jahr.
- Keller mit Fässern und Tanks – Handwerk, Ruhe, Tiefe. Ideal für „Über uns“ und Weinbeschreibungen.
- Presshaus, Maschine, Arbeit – Bewegung, ehrlich, ungeschönt.
- Verkostungsraum oder Buschenschank – gedeckter Tisch, Gläser, Licht. Verkauft Besuche.
- Details – Rebstock, Erde, Korken, Etikett, Holz, Hände. Der Kitt zwischen den großen Bildern.
- Flaschen-Freisteller – jede Flasche einzeln, weiß freigestellt, für den Onlineshop.
- Flasche und Glas im Ambiente – Serviervorschlag mit Speise oder Landschaft, für Social Media.
- Sortiment als Gruppe – alle Weine nebeneinander, für Übersichtsseiten und Preislisten.
- Hof- und Außenansicht – damit Gäste den Betrieb wiedererkennen, wenn sie ankommen.
Wenn dein Budget knapp ist, priorisiere so: Winzerporträt, Weingarten, Freisteller. Diese drei Gruppen tragen Startseite, Über-uns-Seite und Shop. Der Rest kann in einem zweiten Termin nachkommen.

Wie viele Fotos braucht eine Weingut-Website wirklich?
Für eine klassische Weingut-Website mit fünf bis acht Unterseiten brauchst du 40 bis 60 fertig bearbeitete Bilder. Kommt ein Onlineshop dazu, rechne pro Wein zwei bis drei Produktfotos zusätzlich – bei 15 Weinen sind das noch einmal 30 bis 45 Aufnahmen. Bei 20 Weinen und Buschenschank landest du realistisch bei 100 bis 130 Bildern.
Weniger ist dabei oft mehr. Zwanzig starke, unterschiedliche Motive wirken besser als hundert Varianten desselben Weingartens. Achte bei der Auswahl darauf, dass sich Bildaufbau, Perspektive und Farbstimmung abwechseln – sonst wirkt die Seite trotz vieler Fotos monoton.
Plane außerdem einen Puffer für Social Media ein. Instagram und Facebook fressen Bilder deutlich schneller als eine Website. Wenn dein Fotograf ohnehin einen Tag da ist, kostet ein zusätzliches Set im Hochformat 9:16 fast nichts extra – hinterher nachschießen aber schon.
Winzerporträt und Team: Menschen verkaufen Wein, nicht Etiketten
Das Winzerporträt ist das wichtigste Einzelbild deiner Website. Gäste kaufen im DACH-Raum überdurchschnittlich oft beim Betrieb, dessen Gesicht sie kennen – vom Ab-Hof-Verkauf über den Weinshop bis zur Buschenschank. Ein anonymes Weingut ist austauschbar, ein Betrieb mit Gesicht nicht.
Was ein gutes Winzerporträt ausmacht: weiches Licht (die Stunde nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang), ein Hintergrund mit Bezug zum Betrieb, und Arbeitskleidung statt Sonntagsanzug. Verschränkte Arme vor der Fassade wirken steif. Besser: du machst etwas – Rebe schneiden, Fass abziehen, einschenken.
Lass beim Weingut Fotoshooting immer beide Formate mitschießen. Quer für den Website-Header, hoch für Instagram und Newsletter, dazu eine engere Variante für das Google-Unternehmensprofil und Presseanfragen. Drei Zuschnitte desselben Moments, ein einziger Aufwand.
Beim Teamfoto gilt: lieber locker im Hof als aufgereiht wie beim Vereinsfoto. Und wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit aufs Bild kommen, brauchst du eine Einwilligung – dazu weiter unten mehr.
Weingarten, Keller, Buschenschank: Deine Orte richtig in Szene setzen
Orte erzählen deine Herkunft schneller als jeder Text über Terroir. Ein Bild vom Hang mit Blick über die Riede sagt mehr als drei Absätze über Bodenbeschaffenheit. Plane deshalb pro Ort mindestens eine Totale, eine mittlere Einstellung und zwei Details.
Im Weingarten funktionieren Bilder am besten, wenn Struktur sichtbar wird: Rebzeilen, die in die Tiefe laufen, Hangneigung, Nebel im Tal, das Dorf im Hintergrund. Vermeide Mittagslicht – zwischen 11 und 15 Uhr ist der Kontrast im Sommer so hart, dass Laub und Himmel gleichzeitig kaum sauber belichtet werden.
Im Keller brauchst du Stativ und Geduld. Dunkle Räume, Mischlicht aus Neonröhren und Fenstern, feuchte Böden – das ist technisch der anspruchsvollste Teil eines Fototags. Räum vorher auf: Kabel, Kanister, Paletten und Putzeimer sind der häufigste Grund, warum ein Kellerbild später nicht verwendbar ist.
Für Buschenschank und Verkostungsraum gilt: echt gedeckt statt steril. Brettljause, halbvolle Gläser, ein zerknittertes Leinentuch. Perfekt arrangierte Tische wirken wie ein Möbelkatalog, nicht wie ein Ort, an dem man gern sitzt.
Wann ist die beste Jahreszeit für ein Weingut Fotoshooting im Weingarten?
Die beste Zeit ist die Lese, also je nach Lage und Sorte Mitte September bis Ende Oktober. Dann hast du gleichzeitig volle Trauben, Menschen bei der Arbeit, warmes Licht und färbendes Laub – vier Bildqualitäten an einem Tag.
Wenn du ganzjährig gute Bilder willst, plane zwei Termine über das Jahr verteilt:
- Ende Mai bis Juni: frisches Grün, Blüte, lange Tage. Ideal für helle, freundliche Titelbilder.
- Mitte September bis Ende Oktober: Lese, warme Farben, Erntestimmung. Ideal für Storys und Newsletter.
- Januar/Februar: Rebschnitt, kahle Zeilen, Raureif. Unterschätzt stark – gibt sehr ruhige, edle Bilder.
- Innenaufnahmen (Keller, Presshaus, Produktfotos) sind vom Wetter unabhängig und passen in jede Nebensaison.
Ein Hinweis aus der Praxis: Lege das Weingut Fotoshooting nicht auf den Haupttag der Lese. Da hast du keinen Kopf dafür. Der Tag davor oder danach liefert dieselben Bilder ohne Stress.
Produktfotos für den Onlineshop: Flasche, Glas, Freisteller
Produktfotos sind der Teil, an dem am meisten Umsatz hängt – und der Teil, den die meisten Betriebe selbst mit dem Handy machen. Für einen Onlineshop brauchst du pro Wein mindestens einen sauberen Freisteller, ideal sind drei Ansichten.
So sieht ein vollständiges Produktfoto-Set aus:
- Freisteller frontal auf reinem Weiß, Etikett gerade, mittig – das Standardbild in der Shop-Übersicht.
- Etikett-Detail in Nahaufnahme, damit Jahrgang, Lage und Sorte lesbar sind.
- Stimmungsbild mit gefülltem Glas, Speise oder Weingarten im Hintergrund – für die Produktdetailseite.
Technisch entscheidend ist Konsistenz: alle Flaschen gleich groß im Bild, gleicher Abstand zum Rand, gleiche Lichtführung. Nichts wirkt schneller unprofessionell als ein Shop, in dem jede Flasche anders steht. Freisteller exportierst du als PNG mit transparentem Hintergrund oder als JPG auf reinem Weiß, quadratisch, 2.000 × 2.000 Pixel.
Glasflaschen sind lichttechnisch heikel – Spiegelungen, Reflexe im Etikett, Spiegelungen des Fotografen selbst. Das ist der Grund, warum Produktfotos in aller Regel im Studio oder mit mitgebrachter Lichtausrüstung entstehen und nicht nebenbei im Hof.

Formate, Größen und Ladezeit: Damit die Fotos die Website nicht ausbremsen
Für Websites gilt seit Jahren dieselbe Faustregel: Titelbilder maximal 1.920 Pixel breit, Inhaltsbilder 1.200 Pixel, Vorschaubilder 600 Pixel – und jede Datei unter 300 KB. Alles darüber bringt optisch nichts und kostet Ladezeit.
Die 72-dpi-Regel aus der Druckwelt kannst du vergessen. Für den Bildschirm zählt ausschließlich die Pixelanzahl, nicht die dpi-Angabe. Was dein Fotograf trotzdem liefern soll, sind zusätzlich die hochauflösenden Originale mit 300 dpi – für Etiketten, Flyer, Messewände und Presse.
Beim Dateiformat ist WebP heute Standard und spart gegenüber JPG rund 25 bis 35 Prozent Dateigröße bei gleicher Qualität. WordPress unterstützt WebP seit Version 5.8 nativ. PNG nur für Freisteller mit Transparenz, weil PNG-Fotos unnötig groß werden.
Warum das zählt: Google misst mit den Core Web Vitals unter anderem den Largest Contentful Paint, und der Grenzwert für „gut“ liegt bei 2,5 Sekunden. Auf Weingut-Websites ist das Titelbild fast immer das LCP-Element. Ein 6-MB-Hero-Bild reißt diesen Wert allein.
Drei Einstellungen, die du sofort umsetzen kannst:
- Lazy Loading für alle Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs – beim Titelbild aber ausschalten.
- Responsive Bildgrößen, damit Handys nicht die Desktop-Datei laden.
- Sprechende Dateinamen und Alt-Texte: „weingut-mueller-weingarten-lese.webp“ statt „IMG_4821.jpg“.
Bildrechte, Stockfotos und Einwilligungen: Was du wissen musst
Verwenden darfst du nur Bilder, an denen du die Nutzungsrechte hast – eigene Aufnahmen, Fotos mit schriftlicher Lizenz oder Bilder aus dem Fototag, für die dein Vertrag die Website-Nutzung ausdrücklich abdeckt. Ein bezahltes Shooting bedeutet nicht automatisch, dass dir die Bilder gehören.
Klär deshalb vor dem Termin drei Punkte schriftlich: Wo darfst du die Bilder nutzen (Website, Social Media, Print, Handel)? Wie lange? Und darfst du sie an Dritte weitergeben, etwa an Weinhändler, Vinotheken oder Tourismusverbände? Der letzte Punkt wird am häufigsten vergessen und am häufigsten gebraucht.
Stockfotos oder eigene Fotos – was ist für ein Weingut besser?
Für Weingüter sind eigene Fotos fast immer die bessere Wahl. Der Grund ist einfach: Dein Verkaufsargument ist Herkunft. Ein Stockfoto von einem toskanischen Weinberg untergräbt genau die Geschichte, die du erzählen willst – und deine Gäste erkennen den Bruch, wenn sie vor Ort stehen.
Stockmaterial ist trotzdem legitim, wenn es um Nebensächliches geht: abstrakte Hintergründe, Texturen, Landkarten-Grafiken, Symbolbilder im Blog. Seriöse Quellen für kommerzielle Nutzung sind Unsplash, Pexels und Pixabay (kostenlos) sowie Adobe Stock, iStock und Shutterstock (kostenpflichtig). Auch bei „kostenlos“ gilt: Lizenzbedingungen lesen, denn Personenabbildungen sind oft eingeschränkt.
Ein Sonderfall im DACH-Raum sind Bilder von Weinbauverbänden und Tourismusregionen. Viele stellen Landschafts- und Regionsbilder für Mitgliedsbetriebe bereit. Frag bei deiner Regionalvermarktung nach – das spart Budget für die Motive, die wirklich nur bei dir entstehen können.
Brauche ich für Fotos mit Mitarbeitern und Gästen eine Einwilligung?
Ja. Sobald Personen erkennbar sind und du das Bild geschäftlich nutzt, brauchst du eine Einwilligung. In Österreich schützt § 78 Urheberrechtsgesetz das Recht am eigenen Bild, in Deutschland §§ 22 f. Kunsturhebergesetz; dazu kommt in beiden Ländern die DSGVO. Die Einwilligung muss freiwillig, informiert und widerrufbar sein.
Praktisch heißt das: ein einseitiges Formular, das Name, Datum, Zweck (Website, Social Media, Print) und Dauer nennt, unterschrieben von jeder erkennbaren Person. Bei Mitarbeitenden gehört es idealerweise in eine eigene Vereinbarung, nicht in den Arbeitsvertrag. Bei Minderjährigen unterschreiben die Erziehungsberechtigten.
Für Gäste im Buschenschank ist der einfachste Weg, gar nicht erst in die Grauzone zu kommen: Statisten aus dem Familien- und Freundeskreis, Aufnahmen von hinten oder unscharf, oder gleich ein Hinweisschild am Eingang plus mündliche Rückfrage am Tisch. Bei rechtlichen Detailfragen hilft die Wirtschaftskammer weiter – siehe wko.at.
Was kostet ein Weingut Fotoshooting?
Im DACH-Raum kostet ein professionelles Weingut Fotoshooting Stand September 2026 zwischen 800 und 3.000 Euro netto, je nach Umfang. Ein halber Tag mit rund 30 bis 40 Bildern liegt bei 600 bis 1.200 Euro, ein Ganztag mit 60 bis 120 Bildern bei 1.200 bis 2.500 Euro. Produktfotos werden häufig zusätzlich pro Flasche abgerechnet, mit 25 bis 60 Euro pro Freisteller.
Was kostet ein professioneller Fotograf pro Stunde? Übliche Stundensätze liegen bei 120 bis 250 Euro netto. Reine Stundenabrechnung lohnt sich aber selten – bei Weingütern ist ein Tagespauschale fast immer günstiger, weil An- und Abbau, Anfahrt und Lichtaufbau ohnehin anfallen.
Diese Posten treiben den Preis, und du solltest sie im Angebot einzeln sehen:
- Bildbearbeitung: meist im Tagessatz enthalten, oft aber mit einer Obergrenze an bearbeiteten Bildern.
- Nutzungsrechte: Website-only ist günstiger als Website plus Print plus Weitergabe an Händler.
- Freisteller: Handarbeit, wird fast immer pro Motiv verrechnet.
- Zweiter Termin in einer anderen Jahreszeit – meist zum reduzierten Halbtagessatz.
- Anfahrt und Übernachtung bei frühen Terminen zur blauen Stunde.
Zum Vergleich: Ein einzelnes Flaschenetikett im Handel entscheidet über Cent-Beträge pro Verkauf. Ein Bildsatz, der drei Jahre lang Website, Shop und Social Media trägt, kostet auf den Monat gerechnet weniger als eine Kiste Wein.

Fototag planen: Ablauf und deine Vorbereitung
Ein guter Fototag ist zu 70 Prozent Vorbereitung. Die Bilder, die später fehlen, fehlen fast nie wegen der Kamera – sondern weil niemand daran gedacht hat. Arbeite deshalb mit einer schriftlichen Motivliste, die vor dem Termin freigegeben ist.
So sieht ein typischer Ganztag beim Weingut aus:
- 06:30–08:30 Uhr: Weingarten im Morgenlicht, Totalen, Landschaft, Nebel.
- 09:00–11:30 Uhr: Porträts, Team, Arbeitssituationen im Freien.
- 11:30–14:00 Uhr: Keller, Presshaus, Details – das harte Mittagslicht stört drinnen nicht.
- 14:00–16:00 Uhr: Produktfotos und Freisteller mit Studiolicht.
- 16:30–18:30 Uhr: Buschenschank, gedeckter Tisch, Verkostung, Abendlicht.
Deine Vorbereitung in fünf Punkten: Keller und Hof aufräumen, alle Flaschen des aktuellen Sortiments sauber und etikettiert bereitstellen, Arbeitskleidung ohne große Fremdlogos wählen, Gläser polieren und eine Person benennen, die den ganzen Tag ansprechbar ist. Genau dieser letzte Punkt entscheidet, ob der Zeitplan hält.
Nach dem Termin dauert die Bearbeitung üblicherweise zehn bis fünfzehn Arbeitstage. Plane das ein, wenn das Weingut Fotoshooting an einen Website-Launch gekoppelt ist – Bilder sind fast immer der Grund, warum ein Launch-Termin kippt.
Und ganz zum Schluss: Lade die besten drei bis fünf Bilder auch in dein Google-Unternehmensprofil. Das ist für viele Gäste der erste Kontakt mit deinem Betrieb – oft noch vor der Website. Für regionale Einordnung und Zahlen zum österreichischen Weinbau ist außerdem oesterreichwein.at eine verlässliche Quelle.
Produktseiten im Wein-Onlineshop optimieren
Fazit
Ein Weingut Fotoshooting ist die Investition mit der breitesten Wirkung im Weinmarketing: Zwölf Motivgruppen, 60 bis 120 Bilder, 1.200 bis 2.500 Euro netto für einen Ganztag – und daraus lebt deine Website, dein Onlineshop, dein Newsletter und dein Social Media für die nächsten zwei bis drei Jahre.
Wenn du nur eine Sache mitnimmst: Fang bei den Menschen an. Winzerporträt, Team, Hände bei der Arbeit. Landschaftsbilder haben alle, dein Gesicht hast nur du.
Und wenn du dir den Fototag nicht selbst organisieren willst – Motivliste, Fotograf, Bildauswahl, Web-Export und Einbau in die Website: Genau das machen wir bei der Weinwerbeagentur für Weingüter im DACH-Raum, alles aus einer Hand. Schreib uns, wir schauen uns deinen Betrieb an und sagen dir ehrlich, welche Motive dir noch fehlen.
Das Wichtigste als Video
FAQ – häufige Fragen
1. Wie lange dauert ein Weingut Fotoshooting vor Ort?
Rechne mit einem vollen Tag von etwa 6:30 bis 18:30 Uhr, wenn du alle zwölf Motivgruppen abdecken willst. Der Tag folgt dem Licht: Weingarten im Morgenlicht, dann Porträts und Team, mittags Keller und Presshaus, nachmittags Produktfotos mit Studiolicht und am Abend Buschenschank und Verkostung. Ein halber Tag reicht, wenn du dich auf Porträt, Weingarten und Freisteller beschränkst – das sind rund 30 bis 40 fertige Bilder. Wichtig ist nicht die Stundenzahl, sondern dass eine Person aus dem Betrieb den ganzen Tag ansprechbar bleibt. Genau daran scheitern Zeitpläne am häufigsten, nicht an der Technik.
2. Wie lange dauert es, bis ich die fertigen Bilder bekomme?
Üblich sind zehn bis fünfzehn Arbeitstage nach dem Termin. In dieser Zeit werden Bilder ausgewählt, entwickelt, retuschiert und Freisteller von Hand ausgeschnitten – gerade Freisteller sind der zeitaufwendigste Teil. Wenn dein Fototag an einen Website-Launch gekoppelt ist, plane diese zwei bis drei Wochen fix mit ein und lege den Termin entsprechend früh. Bilder sind fast immer der Grund, warum ein Launch-Termin kippt. Frag im Angebot auch nach, ob eine schnelle Vorauswahl möglich ist: Fünf bis zehn Bilder in Web-Auflösung vorab reichen oft schon, damit dein Webdesigner weiterbauen kann, während der Rest noch in Bearbeitung ist.
3. Reichen Handyfotos für eine Weingut-Website nicht auch?
Für Social Media ja, für Website und Onlineshop nein. Moderne Handykameras liefern im Weingarten bei gutem Licht erstaunlich brauchbare Ergebnisse – Landschaft, Schnappschüsse, Storys funktionieren. Wo sie zuverlässig scheitern, ist genau dort, wo dein Umsatz hängt: Freisteller auf reinem Weiß, Etiketten ohne Spiegelungen und Kelleraufnahmen mit Mischlicht aus Neonröhren und Fenstern. Glas ist lichttechnisch heikel, dafür braucht es Stativ, Blitz und Erfahrung. Ein guter Mittelweg: den Fotografen für Porträt, Keller und Produktfotos buchen und die laufende Social-Media-Fütterung selbst mit dem Handy übernehmen. So sitzt das Fundament, und der Alltag bleibt bezahlbar.
4. Wie oft sollte ich die Fotos meines Weinguts erneuern?
Alle zwei bis drei Jahre für den Grundstock, jährlich für Produktfotos. Porträts, Keller, Hofansicht und Landschaft halten problemlos mehrere Jahre – solange sich am Betrieb, am Team oder am Gebäude nichts Auffälliges ändert. Produktfotos dagegen veralten schneller, weil jeder neue Jahrgang, jedes überarbeitete Etikett und jeder neue Wein ein aktuelles Bild braucht. Praktisch heißt das: ein großer Fototag alle zwei bis drei Jahre, dazwischen kurze Nachschieß-Termine für neue Flaschen. Wenn im Team jemand Neues dazukommt oder ihr umbaut, zieh den großen Termin vor. Nichts wirkt unglaubwürdiger als ein Teamfoto mit Leuten, die längst nicht mehr da sind.
5. Gehören mir die Fotos, nachdem ich das Shooting bezahlt habe?
Nein, nicht automatisch. Du bezahlst in aller Regel Nutzungsrechte, nicht das Urheberrecht – das bleibt beim Fotografen. Deshalb klär vor dem Termin schriftlich drei Punkte: Wo darfst du die Bilder nutzen (Website, Social Media, Print, Handel)? Wie lange? Und darfst du sie an Dritte weitergeben, also an Weinhändler, Vinotheken, Gastronomie oder Tourismusverbände? Der letzte Punkt wird am häufigsten vergessen und am häufigsten gebraucht – spätestens dann, wenn ein Händler ein Flaschenfoto für seinen Shop anfragt. Eine unbefristete, weltweite Nutzung inklusive Weitergabe kostet mehr als Website-only, ist bei Weingütern aber fast immer die günstigere Rechnung.
6. Was mache ich, wenn am geplanten Fototag das Wetter schlecht ist?
Innen weiterarbeiten und die Außenmotive verschieben. Keller, Presshaus, Produktfotos, Freisteller, Details und Verkostungsraum sind komplett wetterunabhängig – das ist gut die Hälfte deiner Motivliste. Vereinbare mit deinem Fotografen von vornherein einen Ausweichtermin für die Außenaufnahmen und halte im Vertrag fest, ob dafür Zusatzkosten anfallen. Und keine Panik vor Wolken: Leichter Hochnebel oder bedeckter Himmel liefert im Weingarten oft schönere, weichere Bilder als knallige Mittagssonne. Wirklich problematisch sind nur Starkregen und Sturm. Für den Fall reicht es meistens, die Reihenfolge des Tages zu tauschen statt den ganzen Termin abzusagen.
7. In welcher Größe und in welchem Dateiformat soll ich die Bilder auf die Website laden?
Titelbilder maximal 1.920 Pixel breit, Inhaltsbilder 1.200 Pixel, Vorschaubilder 600 Pixel – und jede Datei unter 300 KB. Als Format ist WebP heute Standard, es spart gegenüber JPG rund 25 bis 35 Prozent Dateigröße bei gleicher Qualität und wird von WordPress seit Version 5.8 nativ unterstützt. PNG nur für Freisteller mit Transparenz, weil PNG-Fotos sonst unnötig groß werden. Freisteller exportierst du quadratisch mit 2.000 × 2.000 Pixel. Die dpi-Angabe kannst du für den Bildschirm ignorieren, dort zählt allein die Pixelanzahl. Lass dir zusätzlich die hochauflösenden Originale mit 300 dpi geben – die brauchst du für Etiketten, Flyer und Messewände.
8. Wie erkenne ich einen Fotografen, der Weingüter wirklich versteht?
Am Portfolio und an den Fragen, die er dir stellt. Lass dir konkrete Weingut- oder Genussprojekte zeigen, nicht nur Hochzeiten und Porträts – vor allem Kelleraufnahmen und Freisteller, denn daran trennt sich schnell die Spreu. Wer im Erstgespräch nach deinem Sortiment, deinen Unterseiten, deinem Shop und dem Lesetermin fragt, denkt vom Ergebnis her. Wer nur über Kamera und Objektive spricht, eher nicht. Zweites Signal: Bringt er eigenes Licht mit? Ohne mitgebrachte Ausrüstung werden Keller und Glasflaschen selten gut. Und drittens: Bekommst du vorab eine schriftliche Motivliste? Ohne die fehlen hinterher garantiert Bilder.
9. Wie bereite ich meinen Betrieb konkret auf den Fototag vor?
Fünf Punkte, und der Fototag läuft: Keller und Hof aufräumen – Kabel, Kanister, Paletten und Putzeimer sind der häufigste Grund, warum ein Kellerbild später unbrauchbar ist. Alle Flaschen des aktuellen Sortiments sauber, etikettiert und griffbereit stellen. Arbeitskleidung ohne große Fremdlogos wählen, lieber echt als Sonntagsanzug. Gläser polieren, weil Wasserflecken in der Nahaufnahme gnadenlos sichtbar sind. Und eine Person benennen, die den ganzen Tag ansprechbar ist und Türen aufsperren kann. Dazu kommt eine schriftliche Motivliste, die vor dem Termin freigegeben ist. Ein guter Fototag besteht zu rund 70 Prozent aus dieser Vorbereitung.
10. Welche Fotos brauche ich, wenn ich nur ein sehr kleines Budget habe?
Winzerporträt, Weingarten und Flaschen-Freisteller – in dieser Reihenfolge. Diese drei Motivgruppen tragen deine Startseite, die Über-uns-Seite und deinen Onlineshop, also genau die Seiten, auf denen Entscheidungen fallen. Ein halber Tag mit 30 bis 40 Bildern liegt bei 600 bis 1.200 Euro netto und deckt das ab. Alles Weitere – Team, Keller, Presshaus, Buschenschank, Sortiment als Gruppe, Hofansicht – kann in einem zweiten Termin nachkommen, oft zum reduzierten Halbtagessatz und idealerweise in einer anderen Jahreszeit. Spar auf keinen Fall bei den Freistellern: Ein Shop mit schiefen Handyfotos verkauft schlechter, und das kostet dich mehr als das Shooting.


