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Wenn du eine Weingut Website erstellen lassen willst, brauchst du vor dem Erstgespräch acht Antworten: Ziel, Zielgruppe, vorhandene Inhalte, Weinshop ja oder nein, Budgetrahmen, Domain- und Hosting-Zugänge, Wunschtermin und Zuständigkeit nach dem Launch. Wer diese acht Punkte schriftlich mitbringt, bekommt ein belastbares Angebot statt einer Preisspanne ins Blaue – und spart nach unserer Projekterfahrung zwei bis vier Wochen Abstimmung. Alles andere ist danach Handwerk.
Dieser Ratgeber geht die acht Punkte einzeln durch: was du klären solltest, warum es zählt und wie eine gute Antwort konkret aussieht. Am Ende steht eine Checkliste zum Ausdrucken. Stand: September 2026, Erfahrungswerte der Weinwerbeagentur aus Projekten mit Weingütern und Buschenschänken in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Warum sich Vorbereitung auszahlt, bevor du eine Weingut Website erstellen lässt
Ein vorbereitetes Erstgespräch verändert das Angebot, das du bekommst. Ohne Briefing muss jede Agentur mit Puffern kalkulieren – für unklare Seitenanzahl, unklare Textmenge, unklaren Shop. Diese Puffer zahlst du mit. Mit klaren Angaben rechnet die Agentur spitz, und du kannst zwei Angebote überhaupt erst vergleichen.
Der zweite Effekt ist Tempo. Die meisten Website-Projekte hängen nicht an der Technik, sondern an fehlenden Texten und Fotos. Wenn du im Erstgespräch sagen kannst, welche Inhalte es schon gibt und wer liefert, startet die Umsetzung sofort statt in sechs Wochen.
Der dritte Effekt: Du merkst schnell, ob es passt. Eine Agentur, die beim Thema Weingut Website erstellen sofort nachfragt, wie viele Hektar du bewirtschaftest, ob du ab Hof verkaufst und wie deine Erntezeit liegt, hat verstanden, worum es geht. Eine, die nur über Designtrends spricht, eher nicht.
Wie bereite ich mich auf das Erstgespräch mit der Webagentur vor?
Nimm dir 60 bis 90 Minuten Zeit, am besten mit der Person, die im Betrieb später auch entscheidet. Schreib die Antworten auf eine Seite. Diese eine Seite ist dein Briefing – mehr braucht es für den Start nicht.
- Ziel: Was soll die Website messbar bewirken?
- Zielgruppe: Wer soll sie lesen – Endkunde, Gastronomie, Handel, Touristen?
- Inhalte: Welche Texte, Fotos, Weinbeschreibungen liegen vor?
- Shop: Willst du online verkaufen – und wer packt die Pakete?
- Budget: Welcher Rahmen ist realistisch, einmalig und laufend?
- Technik: Wo liegen Domain, Hosting, E-Mail-Postfächer?
- Zeitplan: Bis wann soll die Seite live sein – und warum genau dann?
- Danach: Wer pflegt die Seite ab dem Launch?
Fehler 1: Kein klares Ziel für die Website
Eine Website ohne Ziel wird eine Visitenkarte – und Visitenkarten verkaufen keinen Wein. Bevor du eine Weingut Website erstellen lässt, entscheide dich für ein Hauptziel und maximal zwei Nebenziele. Alles andere fällt raus, sonst kämpfen fünf Buttons auf der Startseite gegeneinander.
Typische Hauptziele bei Weingütern sind: Weinverkauf über den eigenen Onlineshop, Tischreservierungen für die Buschenschank, Anfragen von Gastronomie und Weinhandel, Buchungen für Verkostungen und Kellerführungen oder Zimmerbuchungen beim Urlaub-am-Weingut-Angebot.
Welche Ziele soll meine Weingut-Website erfüllen?
Formuliere das Ziel mit einer Zahl, sonst kannst du es später nicht prüfen. Beispiele, die im Erstgespräch sofort weiterhelfen:
- „Ich will 2027 mindestens 1.200 Flaschen über den eigenen Shop verkaufen.“
- „Ich will pro Monat 15 Reservierungsanfragen für die Buschenschank.“
- „Ich will 20 neue Gastronomie-Kontakte pro Jahr über das Kontaktformular.“
- „Ich will meine Newsletter-Liste von 300 auf 1.000 Adressen bringen.“
Aus dem Ziel folgt das ganze Projekt. Ziel „Shop“ heißt: Produktfotos, Versandlogik, Zahlungsanbieter, Jugendschutz-Hinweis. Ziel „Buschenschank“ heißt: Öffnungszeiten prominent, Anfahrt, Speisen- und Weinkarte, Reservierungsformular. Zwei völlig verschiedene Seiten – und zwei völlig verschiedene Preise.

Fehler 2: Die Zielgruppe bleibt unscharf
„Alle, die guten Wein mögen“ ist keine Zielgruppe – das ist ein Wunsch. Je genauer du beschreibst, wer kaufen soll, desto klarer werden Sprache, Bildwelt und Struktur der Seite. Und desto weniger Diskussionsrunden brauchst du später über Schriftgrößen und Farben.
Bei Weingütern im DACH-Raum sehen wir meist vier Gruppen: Stammkunden, die ab Hof kaufen und im Shop nachbestellen. Ausflugsgäste, die über Google Maps und die Region auf dich stoßen. Gastronomie und Handel, die Datenblätter und Preislisten brauchen. Und Geschenkkäufer, vor allem zwischen Ende November und Weihnachten.
Diese Gruppen wollen Gegensätzliches. Der Stammkunde will in drei Klicks nachbestellen. Der Ausflugsgast will Öffnungszeiten und Anfahrt. Der Gastronom will ein PDF mit Analysewerten. Sag im Erstgespräch, welche Gruppe für dich die wichtigste ist – die Startseite kann nur einer davon gehören.
Praktischer Tipp: Schau vorher in dein Google-Unternehmensprofil. Die Statistiken dort zeigen dir kostenlos, wonach Leute suchen, bevor sie bei dir landen. Ein Google Unternehmensprofil ist ohnehin Pflichtprogramm für jeden Betrieb mit Ab-Hof-Verkauf.
Fehler 3: Inhalte, Texte und Fotos sind nicht geklärt
Inhalte sind der häufigste Grund, warum Website-Projekte liegen bleiben. Die Technik steht nach vier Wochen, die Texte kommen nach vier Monaten. Kläre deshalb vor dem Erstgespräch, was du schon hast und was fehlt – das ist der Punkt mit dem größten Hebel auf Zeitplan und Preis.
Mach eine ehrliche Bestandsaufnahme: Wie viele Weine sollen auf die Seite? Gibt es zu jedem Wein eine Beschreibung, Analysewerte, Jahrgang, Preis? Existiert ein Text über die Familie, den Betrieb, die Lagen? Hast du Auszeichnungen dokumentiert? Und in welchem Format liegt das alles – Word, PDF, alte Website, Kopf?
Wer schreibt die Texte für meine Website – ich oder die Agentur?
Beides funktioniert, aber es kostet unterschiedlich. Schreibst du selbst, sparst du Geld und brauchst Zeit. Schreibt die Agentur, kostet es je nach Umfang typischerweise 400 bis 1.500 Euro für eine Weingut-Website mit fünf bis acht Seiten (Erfahrungswerte 2026, DACH-Raum).
Der Mittelweg funktioniert am besten: Du lieferst Rohmaterial und Fakten, die Agentur macht daraus verkaufende Texte. Für die Weinbeschreibungen heißt das konkret – du gibst Rebsorte, Lage, Ausbau, Restzucker, Alkohol und zwei Sätze zum Charakter, den Rest übernimmt die Redaktion. Das dauert pro Wein rund zehn Minuten bei dir.
Brauche ich neue Fotos vom Weingut oder reichen meine bestehenden?
Prüf deine Fotos an drei Kriterien: Auflösung mindestens 2.000 Pixel Breite, quer- und hochformatige Varianten vorhanden, Bildstil einheitlich. Erfüllen deine Bilder das, reichen sie meist. Handyfotos aus fünf verschiedenen Jahren mit fünf verschiedenen Farbstimmungen reichen nicht.
Ein Fotoshooting am Weingut kostet im DACH-Raum üblicherweise 800 bis 2.500 Euro für einen Tag inklusive Bildbearbeitung (Stand 2026). Freigestellte Flaschenfotos für den Shop rechnet man meist separat, oft 15 bis 40 Euro pro Wein. Plane das Shooting in die Vegetationszeit – im Februar sieht der Weingarten nach Stecken aus.
Mehr dazu, wie du deine Weine online in Szene setzt, findest du hier: Fotoshooting am Weingut vorbereiten
Fehler 4: Weinshop ja oder nein – ungeklärt ins Gespräch
Ein Onlineshop für dein Weingut verdoppelt den Projektumfang – und die laufende Arbeit. Entscheide das vor dem Erstgespräch, zumindest als Tendenz. Ein Shop, der später „vielleicht dazukommt“, führt oft zu einer technischen Grundlage, die dann doch nicht passt.
Brauche ich als Weingut wirklich einen Onlineshop?
Nicht jeder Betrieb braucht einen. Der österreichische Weinmarkt ist stark ab Hof und über die Gastronomie geprägt – Zahlen und Marktdaten dazu veröffentlicht die Österreich Wein Marketing GmbH laufend auf oesterreichwein.at. Ein Shop lohnt sich vor allem, wenn drei Dinge zusammenkommen: genug Menge, Versandbereitschaft und jemand, der Bestellungen zeitnah bearbeitet.
Ein Onlineshop lohnt sich für dich, wenn:
- du mindestens rund 15 verkaufsfähige Positionen hast (Weine, Sekt, Traubensaft, Geschenkkartons)
- jemand im Betrieb Bestellungen innerhalb von 48 Stunden verpacken kann
- du bereits eine Kundenliste oder Newsletter-Empfänger hast, die du aktivieren kannst
- du Versand in mindestens ein Nachbarland anbieten willst
Verzichte vorerst, wenn:
- der Verkauf fast vollständig ab Hof und über die Buschenschank läuft
- niemand die Zeit hat, Lagerstand und Bestellungen zu pflegen
- du unter zehn Positionen im Sortiment hast
- du zuerst Sichtbarkeit brauchst – dann ist die Website ohne Shop der schnellere Schritt
Die Zwischenlösung heißt Vorbestell-Formular: Kunde wählt Weine, schickt die Anfrage, du schreibst die Rechnung manuell. Kostet im Projekt kaum extra, testet die Nachfrage und lässt sich später zum vollen Shop ausbauen.

Fehler 5: Über Budget wird nicht gesprochen
Wer im Erstgespräch keinen Rahmen nennt, bekommt entweder ein zu teures oder ein zu dünnes Angebot. Du musst keinen Betrag auf den Euro nennen – aber eine Größenordnung. „Zwischen 5.000 und 8.000 Euro“ reicht völlig, damit die Agentur den passenden Umfang plant statt zu raten.
Was kostet es, eine Weingut Website erstellen zu lassen?
Erfahrungswerte der Weinwerbeagentur für den DACH-Raum, Stand 2026, einmalige Projektkosten netto:
- One-Pager (eine Seite, Kontakt, Öffnungszeiten): 1.500 – 3.000 €
- Klassische Weingut-Website (5–10 Seiten, Weine, Betrieb, Kontakt): 4.000 – 9.000 €
- Website mit Onlineshop (inkl. Versand, Zahlung, Jugendschutz): 8.000 – 18.000 €
- Website plus Marke (Logo, Etikett, Corporate Identity, Fotos): ab 15.000 €
Diese Spannen decken sich mit dem, was Betriebe im DACH-Raum berichten. Preisniveaus und Kalkulationsgrundlagen für Werbe- und Marktkommunikation in Österreich findest du auch über die Fachgruppen der Wirtschaftskammer auf wko.at.
Was kostet eine Webseite pro Jahr laufend?
Die laufenden Kosten unterschätzen viele. Rechne bei einer Weingut-Website mit folgenden Posten pro Jahr (Stand 2026, netto):
- Domain: 15 – 30 € pro Jahr (.at, .de, .ch, .wine)
- Hosting: 100 – 400 € pro Jahr, für Shops eher am oberen Ende
- Lizenzen und Plugins: 150 – 600 € pro Jahr bei WordPress-Setups
- Wartung und Updates: 30 – 120 € pro Monat, also 360 – 1.440 € pro Jahr
- Zahlungsgebühren im Shop: je nach Anbieter rund 1,4 – 2,9 % plus 0,25 – 0,35 € pro Transaktion
Unterm Strich: Eine gepflegte Weingut-Website ohne Shop kostet laufend meist 600 bis 1.800 Euro im Jahr. Mit Shop liegst du eher bei 1.500 bis 3.500 Euro plus Transaktionsgebühren. Plane das von Anfang an mit ein, nicht erst im Jahr zwei.
Fehler 6: Domain, Hosting und Zugänge sind unauffindbar
Fehlende Zugangsdaten kosten in fast jedem Relaunch Zeit – oft ein bis drei Wochen. Der typische Fall: Die Domain hat vor zwölf Jahren ein Bekannter registriert, die Rechnung läuft über seine Kreditkarte, und erreichbar ist er selten. Ohne Domain-Zugriff kann niemand umziehen.
Sammle deshalb vor dem Erstgespräch, was du findest, und schreib dazu, was fehlt. Eine ehrliche Liste mit drei Lücken ist besser als das Versprechen, dass „das alles da ist“.
- Domain: Bei welchem Registrar liegt sie, wer ist als Inhaber eingetragen, wer zahlt?
- Hosting: Welcher Anbieter, welcher Tarif, gibt es einen Zugang zum Kundenkonto?
- E-Mail: Laufen die Postfächer über denselben Anbieter? Wichtig, damit beim Umzug keine Mails verloren gehen.
- Bestehende Website: Admin-Zugang zum Content-Management-System vorhanden?
- Weitere Konten: Google Unternehmensprofil, Google Analytics, Instagram, Facebook, Newsletter-Tool.
Zwei Punkte solltest du unabhängig von der Agentur regeln: Die Domain gehört auf deinen Namen und deinen Betrieb, nicht auf die Agentur. Und du solltest jederzeit selbst Zugriff auf Domain und Hosting haben. Das ist keine Misstrauensfrage, das ist Betriebsvorsorge.
Fehler 7: Der Zeitplan passt nicht zum Weinjahr
Der wichtigste Terminfaktor beim Weingut Website erstellen ist nicht die Agentur, sondern dein Betriebskalender. Zwischen Mitte September und Ende Oktober ist Lese – da hat niemand Zeit für Textfreigaben. Genau in diesen Wochen bleiben Projekte hängen.
Realistische Dauern für Projekte im DACH-Raum, gerechnet ab vollständigem Briefing und gelieferten Inhalten:
- One-Pager: 2 – 4 Wochen
- Weingut-Website ohne Shop: 6 – 10 Wochen
- Website mit Onlineshop: 10 – 16 Wochen
- Komplettpaket mit Marke, Etiketten und Fotos: 4 – 6 Monate
Rechne rückwärts vom Ziel. Willst du das Weihnachtsgeschäft mitnehmen, muss der Shop spätestens Anfang November laufen – besser Mitte Oktober, damit Google die Seiten indexiert hat. Startpunkt für das Erstgespräch ist dann Juni oder Juli, nicht Ende September.
Gute Ankerpunkte im Weinjahr: Launch vor der Buschenschank-Saison im Frühjahr, vor den Weinherbst-Veranstaltungen im September oder vor dem Geschenkgeschäft im November. Sag im Erstgespräch, welcher Anker für dich zählt.
Wie du Website, Newsletter und Social Media übers Jahr aufeinander abstimmst, liest du hier: Contentplanung fürs Weingut mit Vorlagen

Fehler 8: Nach dem Launch ist niemand zuständig
Die Website ist am Launch-Tag nicht fertig, sie fängt dort an. Kläre vor dem Erstgespräch, wer sie danach betreut – du selbst, jemand im Betrieb oder die Agentur. Ohne diese Antwort steht die Seite in zwei Jahren mit dem Jahrgang 2025 im Shop und veralteten Öffnungszeiten.
Trenne dabei zwei Dinge, die oft vermischt werden. Technische Wartung heißt: Updates, Backups, Sicherheit, Erreichbarkeit, Ladezeit. Das gehört in professionelle Hände, sonst wird eine gehackte Seite zum teuren Problem. Inhaltliche Pflege heißt: neue Jahrgänge, Preise, Öffnungszeiten, Veranstaltungen, Auszeichnungen. Das kann dein Betrieb oft selbst.
Frag im Erstgespräch konkret nach: Was genau ist im Wartungspaket enthalten? Wie schnell reagiert die Agentur, wenn die Seite ausfällt? Wie viele Änderungen pro Monat sind inkludiert? Bekomme ich eine Schulung, um Preise selbst zu ändern? Gibt es Backups und wie oft?
Eine brauchbare Antwort klingt etwa so: monatliche Updates, tägliches Backup mit 30 Tagen Aufbewahrung, Reaktion innerhalb eines Werktags, zwei Stunden Änderungen inkludiert, einmalige Einschulung von 90 Minuten. Alles Schwammige – „wir kümmern uns schon“ – ist ein Warnsignal.
Deine Website Briefing Checkliste fürs Erstgespräch
Diese Checkliste ist die Kurzform des ganzen Artikels. Druck sie aus, füll sie aus, bring sie mit. Wenn du eine Weingut Website erstellen lässt, ersparst du dir damit die zwei Schleifen, die sonst fast immer nötig sind.
- Ziel: Ein Hauptziel mit Zahl und Zeitraum, maximal zwei Nebenziele.
- Zielgruppe: Die wichtigste Gruppe benannt – Endkunde, Ausflugsgast, Gastronomie oder Handel.
- Umfang: Geschätzte Seitenanzahl und Anzahl der Weine, die online sollen.
- Texte: Was existiert, was fehlt, wer schreibt – du, jemand im Betrieb oder die Agentur.
- Fotos: Vorhandenes Material geprüft, Bedarf für ein Shooting eingeschätzt.
- Shop: Ja, nein oder Vorbestell-Formular – plus die Frage, wer verpackt und versendet.
- Budget: Rahmen einmalig und Rahmen laufend pro Jahr.
- Technik: Domain, Hosting, E-Mail, CMS-Zugang, Google-Konten – vorhanden oder offen.
- Zeitplan: Wunschtermin für den Launch plus der Grund dahinter, Lesezeit berücksichtigt.
- Danach: Wer pflegt Inhalte, wer macht technische Wartung.
- Entscheidung: Wer im Betrieb gibt frei – eine Person, nicht die halbe Familie.
- Vergleich: Zwei bis drei Referenzseiten, die dir gefallen, und ein Satz warum.
Punkt elf wird gern übersehen und ist trotzdem einer der wichtigsten. Wenn Vater, Tochter und Onkel gleichberechtigt mitreden, verdoppelt sich die Projektdauer. Bestimmt eine Person, die entscheidet – abstimmen könnt ihr intern.
Was gehört sonst noch in ein gutes Website-Briefing?
Drei Ergänzungen machen ein gutes Briefing zu einem sehr guten: deine Positionierung in zwei Sätzen, deine drei stärksten Argumente gegenüber dem Weingut im Nachbarort, und was auf keinen Fall auf die Seite soll. Der letzte Punkt spart erstaunlich viele Diskussionen.
Was du dagegen nicht mitbringen musst: Vorstellungen zu Schriftarten, Farbcodes oder Technik. Das ist Aufgabe der Agentur. Deine Aufgabe ist der Betrieb, die Weine und die Ziele – dafür kennt dich niemand besser.
Wie geht es nach dem Erstgespräch weiter?
Nach dem Erstgespräch folgt in der Regel dieser Ablauf: schriftliches Angebot innerhalb von fünf bis zehn Werktagen, danach ein Konzept- oder Struktur-Termin, dann der erste Designentwurf für Startseite und eine Unterseite. Erst nach deiner Freigabe geht es in die Umsetzung aller weiteren Seiten.
Prüf das Angebot auf drei Punkte: Ist die Seitenanzahl genannt? Sind Korrekturschleifen beziffert – üblich sind zwei? Steht drin, was nach dem Launch passiert und was es kostet? Fehlt einer der drei Punkte, frag nach, bevor du unterschreibst.
Und noch etwas Praktisches: Lass dir zwei bis drei Referenzen aus der Weinbranche zeigen und ruf dort an. Fünf Minuten Telefonat mit einem Winzerkollegen sagen mehr über eine Agentur als jede Präsentation. Weitere Beispiele aus unseren Projekten findest du hier: Referenzen: unsere Websites für Weingüter
Fazit
Ein gutes Erstgespräch entscheidet über Preis, Tempo und Ergebnis deines Website-Projekts. Wer Ziel, Zielgruppe, Inhalte, Shop-Frage, Budget, Zugänge, Zeitplan und Wartung vorher klärt, bekommt ein vergleichbares Angebot und eine Seite, die zum Betrieb passt – statt einer schönen Hülle ohne Wirkung. Die zwölf Punkte der Checkliste kosten dich einen Abend am Küchentisch und sparen dir Wochen.
Wenn du eine Weingut Website erstellen lassen willst und die Checkliste beisammen hast: Die Weinwerbeagentur ist auf Wein und Genuss spezialisiert – Website, Onlineshop, Etikett, Fotos und Social Media aus einer Hand, auf Augenhöhe mit dem Betrieb. Bring deine ausgefüllte Seite mit, dann reden wir im Erstgespräch über dein Projekt statt über Grundsätzliches. Wir freuen uns jetzt schon auf dich! ?
Das Wichtigste als Video
FAQ – häufige Fragen
1. Wie lange dauert es, bis meine Weingut-Website online ist?
Rechne mit 6 bis 10 Wochen für eine Weingut-Website ohne Shop – gerechnet ab dem Moment, an dem Briefing, Texte und Fotos vollständig vorliegen. Ein One-Pager ist in 2 bis 4 Wochen fertig, eine Seite mit Onlineshop braucht 10 bis 16 Wochen, ein Komplettpaket mit Marke, Etiketten und Fotos 4 bis 6 Monate. Der häufigste Bremsklotz ist nicht die Technik, sondern fehlende Inhalte: Die Seite steht nach vier Wochen, die Weinbeschreibungen kommen nach vier Monaten. Rechne deshalb rückwärts vom Wunschtermin und lass die Lese außen vor – zwischen Mitte September und Ende Oktober hat im Betrieb niemand Zeit für Textfreigaben.
2. Was muss ich zum Erstgespräch mit einer Werbeagentur mitbringen?
Eine Seite mit acht Antworten reicht völlig: Hauptziel, wichtigste Zielgruppe, vorhandene Texte und Fotos, Shop ja oder nein, Budgetrahmen, Domain- und Hosting-Zugänge, Wunschtermin für den Launch und die Frage, wer die Seite danach pflegt. Ergänze zwei bis drei Referenzseiten, die dir gefallen, und jeweils einen Satz warum. Was du nicht mitbringen musst: Schriftarten, Farbcodes oder technische Vorstellungen – das ist Aufgabe der Agentur. Setz dich dafür 60 bis 90 Minuten mit der Person zusammen, die im Betrieb später auch wirklich entscheidet. Mit diesem Briefing bekommst du ein belastbares Angebot statt einer Preisspanne ins Blaue.
3. Was kostet eine professionelle Website für ein Weingut?
Für den DACH-Raum liegen die einmaligen Projektkosten netto typischerweise so: One-Pager 1.500 bis 3.000 Euro, klassische Weingut-Website mit 5 bis 10 Seiten 4.000 bis 9.000 Euro, Website mit Onlineshop inklusive Versand, Zahlung und Jugendschutz 8.000 bis 18.000 Euro. Website plus Marke – also Logo, Etikett, Corporate Identity und Fotos – startet bei rund 15.000 Euro. Der Preis hängt weniger vom Design ab als vom Umfang: Seitenanzahl, Anzahl der Weine, Shop-Funktionen und die Frage, wer die Texte schreibt. Nenn im Erstgespräch ruhig eine Größenordnung. Dann plant die Agentur den passenden Umfang, statt Puffer einzurechnen, die du am Ende mitbezahlst.
4. Was kostet der laufende Betrieb einer Weingut-Website pro Jahr?
Ohne Shop musst du mit rund 600 bis 1.800 Euro netto pro Jahr rechnen, mit Shop eher mit 1.500 bis 3.500 Euro plus Transaktionsgebühren. Die Posten im Einzelnen: Domain 15 bis 30 Euro, Hosting 100 bis 400 Euro (für Shops am oberen Ende), Lizenzen und Plugins bei WordPress-Setups 150 bis 600 Euro, technische Wartung 30 bis 120 Euro im Monat. Im Shop kommen Zahlungsgebühren von etwa 1,4 bis 2,9 Prozent plus 0,25 bis 0,35 Euro je Transaktion dazu. Plane diese Summe vom ersten Gespräch an mit ein, nicht erst im zweiten Jahr – sonst steht die schöne neue Seite ungepflegt da.
5. Lohnt sich ein Onlineshop für ein kleines Weingut?
Ein Shop lohnt sich, wenn drei Dinge zusammenkommen: mindestens rund 15 verkaufsfähige Positionen, jemand im Betrieb, der Bestellungen innerhalb von 48 Stunden verpackt, und eine bestehende Kunden- oder Newsletter-Liste, die du aktivieren kannst. Läuft dein Verkauf fast komplett ab Hof und über die Buschenschank, hast du weniger als zehn Positionen oder fehlt schlicht die Zeit für Lagerstand und Versand, verzichte vorerst. Die gute Zwischenlösung ist ein Vorbestell-Formular: Der Kunde wählt seine Weine, schickt die Anfrage, du schreibst die Rechnung manuell. Das kostet im Projekt kaum extra, testet die echte Nachfrage und lässt sich später zum vollen Onlineshop ausbauen.
6. Soll ich die Texte für meine Website selbst schreiben oder die Agentur beauftragen?
Am besten teilt ihr euch die Arbeit: Du lieferst Rohmaterial und Fakten, die Agentur macht daraus verkaufende Texte. Für eine Weinbeschreibung heißt das konkret – du gibst Rebsorte, Lage, Ausbau, Restzucker, Alkohol und zwei Sätze zum Charakter, den Rest übernimmt die Redaktion. Das dauert bei dir rund zehn Minuten pro Wein. Schreibst du alles selbst, sparst du Geld und brauchst Zeit, die im Betrieb selten da ist. Übernimmt die Agentur komplett, kostet das je nach Umfang typischerweise 400 bis 1.500 Euro für fünf bis acht Seiten. Wichtig ist nur, dass die Zuständigkeit vor Projektstart geklärt ist.
7. Reichen meine bestehenden Fotos vom Weingut für die neue Website?
Prüf deine Bilder an drei Kriterien: mindestens 2.000 Pixel Breite, quer- und hochformatige Varianten vorhanden, einheitlicher Bildstil. Erfüllen sie das, reichen sie meistens. Handyfotos aus fünf verschiedenen Jahren mit fünf verschiedenen Farbstimmungen reichen nicht – das sieht man auf der Startseite sofort. Ein Fotoshooting am Weingut kostet im DACH-Raum üblicherweise 800 bis 2.500 Euro für einen Tag inklusive Bildbearbeitung, freigestellte Flaschenfotos für den Shop kommen oft mit 15 bis 40 Euro pro Wein dazu. Leg das Shooting in die Vegetationszeit: Im Februar sieht der Weingarten nach Stecken aus, im Juni nach Weingut.
8. Wem muss die Domain meines Weinguts gehören?
Dir beziehungsweise deinem Betrieb – niemals der Agentur. Die Domain gehört auf deinen Namen eingetragen, und du solltest jederzeit selbst Zugriff auf Domain und Hosting haben. Das ist keine Misstrauensfrage gegenüber der Agentur, das ist Betriebsvorsorge. Der Klassiker im Relaunch: Die Domain hat vor zwölf Jahren ein Bekannter registriert, die Rechnung läuft über seine Kreditkarte, erreichbar ist er selten. Ohne Domain-Zugriff kann niemand umziehen, und das kostet ein bis drei Wochen. Sammle vor dem Erstgespräch, was du findest – Registrar, Hosting-Tarif, E-Mail-Postfächer, CMS-Zugang, Google-Konten – und schreib ehrlich dazu, was fehlt.
9. Wann im Weinjahr sollte ich ein Website-Projekt starten?
Starte so, dass die heiße Projektphase nicht in die Lese fällt – zwischen Mitte September und Ende Oktober bleiben Projekte fast immer liegen, weil niemand Zeit für Textfreigaben hat. Rechne rückwärts vom Ziel: Willst du das Weihnachtsgeschäft mitnehmen, muss der Shop spätestens Anfang November laufen, besser Mitte Oktober, damit Google die Seiten indexiert hat. Der Startpunkt fürs Erstgespräch ist dann Juni oder Juli. Gute Anker im Weinjahr sind der Launch vor der Buschenschank-Saison im Frühjahr, vor den Weinherbst-Veranstaltungen im September oder vor dem Geschenkgeschäft im November. Sag im Erstgespräch, welcher Anker für dich zählt.
10. Woran erkenne ich, dass eine Agentur zu meinem Weingut passt?
Daran, welche Fragen sie dir stellt. Eine Agentur, die wissen will, wie viele Hektar du bewirtschaftest, ob du ab Hof verkaufst und wann bei dir Lese ist, hat verstanden, worum es geht. Wer nur über Designtrends spricht, eher nicht. Prüf das Angebot auf drei Punkte: Ist die Seitenanzahl genannt? Sind die Korrekturschleifen beziffert – üblich sind zwei? Steht drin, was nach dem Launch passiert und was es kostet? Fehlt einer davon, frag nach, bevor du unterschreibst. Und lass dir zwei bis drei Referenzen aus der Weinbranche geben und ruf dort an: Fünf Minuten mit einem Winzerkollegen sagen mehr als jede Präsentation.


