Search Console Weingut: 7 einfache Schritte, sofort sichtbar

Artikel anhören

Die Google Search Console ist ein kostenloses Werkzeug von Google, mit dem du siehst, welche Seiten deines Weinguts bei Google gefunden werden, mit welchen Suchbegriffen die Leute zu dir kommen und welche Seiten Google gar nicht in den Index aufgenommen hat. Für das Thema Search Console Weingut brauchst du weder Budget noch Technikstudium: Konto anlegen, Inhaberschaft der Domain bestätigen, Sitemap einreichen — fertig, danach liefert Google dir echte Suchdaten aus deinem eigenen Betrieb. Stand August 2026 ist das Tool vollständig gratis, ohne Testphase und ohne Limit auf die Anzahl der Websites.

Was du danach damit machst, entscheidet, ob es ein nettes Dashboard bleibt oder ob es dir Flaschen verkauft. Genau darum geht es hier: keine Theorie, sondern die Schritte, die bei einem Weingut mit Onlineshop, Buschenschank oder Verkostungsangebot wirklich etwas bringen.

Search Console Weingut Dashboard mit Klicks, Impressionen und Position

Was ist die Google Search Console eigentlich?

Die Google Search Console ist die direkte Verbindung zwischen deiner Website und dem Google-Index. Sie zeigt dir Daten, die du sonst nirgends bekommst: die tatsächlichen Suchanfragen, mit denen Menschen auf deiner Seite landen, deine durchschnittliche Position in den Suchergebnissen und den Status jeder einzelnen Unterseite.

Wichtig zur Einordnung: Die Search Console misst, was vor dem Klick passiert — also in der Google-Suche selbst. Alles, was danach auf deiner Seite passiert (Verweildauer, Warenkorb, Bestellung), ist Sache von Google Analytics. Zwei Werkzeuge, zwei Blickwinkel, beide gratis.

Google speichert die Daten 16 Monate rückwirkend (Google Search Console Dokumentation, Stand 2026). Das reicht genau, um deinen letzten Herbst mit dem aktuellen zu vergleichen — für ein Weingut mit klarem Saisongeschäft ist das der eigentliche Wert.

Ist die Google Search Console kostenlos?

Ja. Die Google Search Console ist kostenlos, dauerhaft, ohne Premium-Version und ohne Zahlungsdaten. Du brauchst nur ein Google-Konto — idealerweise ein eigenes Betriebskonto wie weingut@deinedomain.at, nicht das private Gmail vom Junior.

Registrieren kannst du dich direkt unter search.google.com/search-console. Es gibt kein Antragsverfahren und keine Wartezeit: Konto anlegen, Property hinzufügen, verifizieren. Erste Daten siehst du meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden, ein aussagekräftiges Bild nach etwa zwei bis drei Wochen.

Search Console Weingut: Warum du als Winzer diese Daten brauchst

Der Grund ist simpel: Du erfährst, wonach deine Kundschaft wirklich sucht — nicht, was du glaubst, dass sie sucht. Das ist der Unterschied zwischen Bauchgefühl und Grundlage.

Typisches Beispiel aus der Praxis: Ein Weingut in der Südsteiermark schreibt seine Seite voll mit „Sauvignon Blanc Ried Kranachberg“. Die Search Console zeigt dann aber, dass die meisten Impressionen über Suchanfragen wie „Weinverkostung Südsteiermark Wochenende“ oder „Weingut mit Buschenschank in der Nähe“ reinkommen. Zwei völlig verschiedene Texte, zwei völlig verschiedene Landingpages.

Konkret liefert dir die Google Search Console für Winzer vier Dinge, die direkt Geld wert sind:

  • Suchbegriffe mit Potenzial: Anfragen, bei denen du auf Position 8 bis 20 stehst — dort holst du mit kleinen Textanpassungen am schnellsten Klicks.
  • Fehlende Seiten: Produktseiten deines Onlineshops, die Google nicht indexiert hat und die deshalb null Umsatz bringen.
  • Saison-Vergleich: Wie lief die Sichtbarkeit im letzten Advent, wie in diesem — mit 16 Monaten Verlauf machbar.
  • Technische Warnungen: Google meldet sich per E-Mail, wenn deine Seite plötzlich nicht mehr erreichbar oder gehackt ist.

Gerade Familienbetriebe merken so etwas sonst erst, wenn wochenlang keine Bestellung mehr reinkommt. Der Weinbau in Österreich umfasst laut Österreich Wein Marketing rund 45.000 Hektar Rebfläche — der Wettbewerb um dieselben Suchanfragen ist also real, und die Betriebe mit sauberer Datenbasis gewinnen ihn.

Search Console Weingut einrichten: die 7 Schritte

Die komplette Einrichtung dauert etwa 20 bis 40 Minuten, je nachdem, wie schnell du an deine Domain-Einstellungen kommst. Hier die Reihenfolge, an die du dich halten kannst:

  1. Google-Konto anlegen oder einloggen — am besten eine Betriebsadresse, damit der Zugang beim Personalwechsel im Haus bleibt.
  2. Property hinzufügen — auf search.google.com/search-console klicken und zwischen „Domain“ und „URL-Präfix“ wählen (siehe unten).
  3. Inhaberschaft bestätigen — per DNS-Eintrag, HTML-Datei, HTML-Tag, Google Tag Manager oder Google Analytics.
  4. www und ohne www klären — eine Variante ist die Hauptversion, die andere leitet dorthin weiter.
  5. Sitemap einreichen — im Menüpunkt „Sitemaps“ die Adresse deiner XML-Sitemap eintragen.
  6. Wichtigste Seiten prüfen — Startseite, Shop, Verkostungs- und Kontaktseite über die URL-Prüfung einzeln testen.
  7. E-Mail-Benachrichtigungen aktivieren — damit Google dich bei Problemen von selbst informiert.

Nach Schritt 5 heißt es warten. Neue Seiten wandern typischerweise innerhalb weniger Tage bis zu drei Wochen in den Index. Ein junger Weinshop mit wenigen Backlinks braucht eher länger als eine etablierte Betriebsseite.

Weingut Website bei Google anmelden – ohne Antragsformular

Ein Missverständnis vorweg: Du kannst deine Weingut Website bei Google anmelden, indem du sie in der Search Console als Property anlegst und eine Sitemap einreichst — ein klassisches Anmeldeformular gibt es seit Jahren nicht mehr. Google findet Seiten grundsätzlich selbst über Links, die Search Console beschleunigt und kontrolliert diesen Prozess aber.

Für einzelne, dringende Seiten — etwa deine neue Jahrgangs-Landingpage — nutzt du die URL-Prüfung oben in der Suchleiste und klickst auf „Indexierung beantragen“. Das ist keine Garantie, aber der schnellste offizielle Weg.

Domain oder URL-Präfix – was soll ich für mein Weingut wählen?

Nimm die Domain-Property. Sie erfasst alle Varianten deiner Adresse auf einmal: mit und ohne www, http und https, dazu alle Subdomains wie shop.deinweingut.at. Du hast damit eine einzige, vollständige Datenquelle statt vier halben.

Der einzige Haken: Die Domain-Property lässt sich ausschließlich über einen DNS-Eintrag bestätigen. Du brauchst also Zugang zu deinem Domain-Verwalter — world4you, easyname, Hostinger, IONOS oder wer auch immer die Domain für dein Weingut hält.

Die URL-Präfix-Property ist die Alternative, wenn du an die DNS-Einstellungen nicht rankommst. Sie erfasst nur exakt die eingetragene Variante — schreibst du https://www.deinweingut.at, fehlen dir alle Daten von https://deinweingut.at. Dafür kannst du sie per Datei, Meta-Tag oder Plugin bestätigen.

Vergleich Domain-Property und URL-Präfix in der Google Search Console

Wie bestätige ich die Inhaberschaft meiner Domain?

Über einen TXT-Eintrag im DNS. Google zeigt dir beim Anlegen der Domain-Property einen Code an, der mit google-site-verification= beginnt. Diesen kopierst du und legst ihn bei deinem Domain-Anbieter als neuen TXT-Eintrag an, Hostname bleibt leer oder „@“.

Danach in der Search Console auf „Bestätigen“ klicken. Meist funktioniert das nach fünf bis fünfzehn Minuten, in Einzelfällen dauert die DNS-Verbreitung bis zu 72 Stunden. Klappt es beim ersten Versuch nicht, einfach am nächsten Tag noch einmal probieren — der Code bleibt gültig.

Wichtig: Lösch den TXT-Eintrag nie wieder. Google prüft ihn regelmäßig nach. Verschwindet er, verlierst du den Zugriff auf die Property samt Verlauf.

Wie richte ich die Search Console in WordPress ein?

Am schnellsten über das kostenlose Plugin Site Kit by Google. Es führt dich durch die Anmeldung, legt die Property an, bestätigt die Inhaberschaft automatisch und zeigt dir die wichtigsten Zahlen direkt im WordPress-Dashboard. Für die meisten Weingüter ist das der richtige Weg — auch bei Elementor-Seiten.

Wenn du Search Console WordPress einrichten lieber ohne zusätzliches Plugin möchtest, hast du zwei saubere Alternativen:

  • Yoast SEO oder Rank Math: Beide haben ein Feld für den Google-Bestätigungscode (Meta-Tag) in den allgemeinen Einstellungen. Code einfügen, speichern, in der Search Console bestätigen.
  • Google Tag Manager: Wenn du GTM ohnehin im Einsatz hast, kannst du die Property darüber verifizieren — ohne Änderung am Theme.

Was du vermeiden solltest: den Bestätigungscode direkt in die header.php deines Themes schreiben. Beim nächsten Theme-Update ist er weg, und mit ihm der Zugang. Falls dein Theme kein passendes Feld anbietet, nimm ein Child-Theme oder ein Code-Snippet-Plugin.

Bei einem WooCommerce-Weinshop kommt eine Kleinigkeit dazu: Prüfe, ob Filter- und Sortier-URLs (etwa ?orderby=price) im Index landen. Diese Seiten gehören ausgeschlossen, sonst verwässern sie deine Berichte. was eine neue Weingut-Website enthalten sollte

Wie reiche ich eine Sitemap für meinen Weinshop ein?

Du gehst in der Search Console links auf „Sitemaps“, trägst die Adresse deiner XML-Sitemap ein und klickst auf „Senden“. Das dauert keine Minute — vorausgesetzt, du kennst die richtige Adresse.

So findest du sie, je nach Setup:

  • Yoast SEO oder Rank Math: deinweingut.at/sitemap_index.xml
  • WordPress ohne SEO-Plugin: deinweingut.at/wp-sitemap.xml (seit WordPress 5.5 automatisch vorhanden)
  • Shopify: deinweingut.at/sitemap.xml

Ruf die Adresse zuerst im Browser auf. Siehst du eine Liste deiner Seiten, passt es. Bekommst du eine 404-Fehlerseite, stimmt der Pfad nicht — dann in den Plugin-Einstellungen nachsehen, ob die Sitemap überhaupt aktiviert ist.

Beim Sitemap einreichen gelten technische Grenzwerte: maximal 50.000 URLs und 50 MB unkomprimiert pro Datei (Sitemap-Protokoll 0.9). Für ein Weingut mit 80 Weinen, 15 Seiten und einem Blog ist das nie ein Thema. Der Status springt nach ein bis drei Tagen von „Wird abgerufen“ auf „Erfolgreich“.

Ablauf Sitemap einreichen von der XML-Datei bis zur Indexierung

Die 4 Berichte, die du als Weingut wirklich brauchst

Die Search Console hat rund ein Dutzend Menüpunkte. Vier davon reichen für 95 Prozent deiner Arbeit — der Rest ist für große Portale gedacht.

  1. Leistung: Klicks, Impressionen, Klickrate und Position pro Suchanfrage und pro Seite. Dein wichtigster Bericht.
  2. Seitenindexierung: Welche Seiten im Index sind und welche nicht — inklusive Begründung.
  3. Sitemaps: Ob Google deine eingereichte Datei liest und wie viele URLs sie enthält.
  4. Core Web Vitals: Ladeverhalten deiner Seiten auf Handy und Desktop, gruppiert nach „Gut“, „Verbesserung nötig“, „Schlecht“.

Ein Hinweis zur Aktualität: Den früheren Bericht „Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten“ hat Google Ende 2023 eingestellt. Wenn dir eine ältere Anleitung diesen Menüpunkt zeigt, ist sie veraltet — such stattdessen unter „Core Web Vitals“.

Kann ich sehen, wonach die Leute suchen, bevor sie auf meiner Seite landen?

Ja, und das ist der stärkste Teil des ganzen Werkzeugs. Im Leistungsbericht aktivierst du oben alle vier Kästchen (Klicks, Impressionen, CTR, Position) und wechselst unten auf den Reiter „Suchanfragen“. Dort stehen die echten Wörter, die Menschen bei Google eingetippt haben.

Zwei Einschränkungen, die du kennen solltest: Die Tabelle zeigt im Interface maximal 1.000 Zeilen pro Ansicht, und sehr seltene Suchanfragen filtert Google aus Datenschutzgründen heraus. Für ein Weingut ist das trotzdem mehr als genug Material.

Der praktische Trick: Filtere auf Position 8 bis 20 und sortiere nach Impressionen. Was oben steht, sind Suchanfragen, bei denen dich Google bereits anzeigt, aber noch nicht weit genug oben. Eine überarbeitete Überschrift, ein passender Absatz, ein besserer Meta-Text — und du bist auf Seite eins. SEO-Produkttexte für Weinshops schreiben

Meine Seiten sind nicht bei Google – die häufigsten Ursachen

Wenn Seiten fehlen, liegt es fast immer an einer der folgenden Ursachen. Der Bericht „Seitenindexierung“ nennt dir den Grund im Klartext, du musst ihn nur einordnen. Hier die typischen Meldungen bei Weingut-Websites und was sie bedeuten:

  • „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“: Google kennt die Seite, hält sie aber für zu dünn. Klassiker bei Weinseiten mit drei Zeilen Beschreibung. Lösung: Text ausbauen, Speiseempfehlung, Lage, Jahrgangsnotizen ergänzen.
  • „Gefunden – zurzeit nicht indexiert“: Google hat die URL registriert, aber noch nicht besucht. Meist Geduld plus interne Verlinkung von der Startseite aus.
  • „Durch noindex-Tag ausgeschlossen“: Auf der Seite steht eine aktive Sperre. Häufig bei WordPress, wenn unter Einstellungen ? Lesen der Haken „Suchmaschinen davon abhalten“ noch von der Bauphase gesetzt ist.
  • „Seite mit Weiterleitung“: Die URL leitet woandershin — normal, wenn du Produkte umbenannt hast.
  • „Alternative Seite mit richtigem kanonischem Tag“: Google hat sich für eine andere, sehr ähnliche Seite entschieden. Typisch bei Shops mit Varianten wie 0,75 l und Magnum.

Zu nicht indexierte Seiten noch ein realistischer Hinweis: Ein Anteil von 10 bis 20 Prozent ist völlig normal. Warenkorb, Kasse, Konto, Impressum-Duplikate und Paginierungsseiten sollen gar nicht in den Index. Alarmierend wird es erst, wenn deine Weine, deine Buschenschank-Seite oder dein Verkostungsangebot dort auftauchen.

Falls eine wichtige Seite fehlt: URL-Prüfung öffnen, Adresse einfügen, „Live-Test“ starten. Der Test zeigt dir sofort, ob Google die Seite überhaupt abrufen kann oder ob eine Sperre in der robots.txt dazwischenfunkt.

Google Search Console vs Google Analytics vs Unternehmensprofil – wer macht was?

Die drei Werkzeuge werden ständig verwechselt, obwohl sie klar getrennte Aufgaben haben. Kurz und sortiert:

  • Google Search Console: misst, was vor dem Klick passiert — Suchanfragen, Rankings, Indexierung, technische Fehler. Kostenlos.
  • Google Analytics 4: misst, was nach dem Klick passiert — welche Seiten gelesen werden, wo abgesprungen wird, welche Bestellungen zustande kommen. Kostenlos, aber cookie- und einwilligungspflichtig.
  • Google Unternehmensprofil: steuert deinen Eintrag in Google Maps und in der lokalen Suche — Öffnungszeiten deiner Buschenschank, Bewertungen, Fotos, Wegbeschreibung. Anlegen unter google.com/business.

Beim Thema Google Search Console vs Google Analytics gibt es also kein Entweder-oder. Die Search Console beantwortet „Warum kommen zu wenige Leute?“, Analytics beantwortet „Warum kaufen die, die kommen, nicht?“. Beide lassen sich in Google Analytics 4 verknüpfen, damit du Suchanfragen und Verhalten in einem Report siehst.

Für Ab-Hof-Verkauf und Verkostungen ist übrigens das Unternehmensprofil oft der schnellste Hebel — viele Anfragen laufen gar nicht über die Website, sondern direkt über Maps. Wer im Weinbau als Direktvermarkter arbeitet, findet dazu auch bei der Wirtschaftskammer Österreich Grundlagen zu Gewerbe- und Kennzeichnungsfragen.

Aufgabenverteilung von Search Console, Analytics und Google Unternehmensprofil

Search Console Weingut: deine Routine in 15 Minuten im Monat

Einmal einrichten reicht nicht, täglich reinschauen ist Zeitverschwendung. Der sinnvolle Rhythmus für einen Familienbetrieb: einmal im Monat, ein fixer Termin, eine Viertelstunde. In der Hochsaison rund um Herbst und Advent gern zweimal.

Das ist die Checkliste, die du abarbeitest:

  1. Leistung, letzte 3 Monate im Vergleich zum Vorjahr: Gehen Klicks und Impressionen rauf oder runter?
  2. Top-Suchanfragen durchsehen: Gibt es neue Begriffe, zu denen du noch keine passende Seite hast?
  3. Position 8–20 filtern: Eine Seite auswählen und in diesem Monat überarbeiten. Nur eine.
  4. Seitenindexierung öffnen: Sind neue Fehler dazugekommen? Fehlt eine wichtige Seite?
  5. Sitemap-Status prüfen: Steht dort „Erfolgreich“ und stimmt die URL-Anzahl ungefähr?

Halte die Ergebnisse in einer simplen Tabelle fest — Monat, Klicks, Impressionen, eine Notiz. Nach einem Jahr hast du damit eine Saisonkurve deines Betriebs und weißt, wann du deine Advent-Seite oder das Buschenschank-Angebot online stellen musst, statt zu raten.

Wer neue Inhalte veröffentlicht — einen neuen Jahrgang, ein Verkostungspaket, einen Blogbeitrag —, ergänzt einen sechsten Schritt: URL prüfen und Indexierung beantragen. Das kostet dreißig Sekunden und spart oft zwei Wochen Wartezeit. Genau diese Routine macht aus dem Thema Search Console Weingut ein Arbeitsinstrument statt einer weiteren Zugangsdatenzeile im Passwortmanager. Contentplanung fürs Weingut mit Tools und Vorlagen

Fazit

Die Google Search Console ist das ehrlichste Marketing-Werkzeug, das du gratis bekommst: Sie zeigt dir schwarz auf weiß, ob deine Weine, deine Verkostungen und dein Onlineshop bei Google überhaupt vorkommen — und mit welchen Worten Menschen nach dir suchen. Einrichtung in unter einer Stunde, Pflege in 15 Minuten pro Monat, Kosten null.

Fang mit dem Naheliegenden an: Property anlegen, Domain über den DNS-Eintrag bestätigen, Sitemap einreichen, in vier Wochen den Leistungsbericht öffnen. Wenn dir dabei die Zeit oder der Zugang zur Domain fehlt, übernimmt das die Weinwerbeagentur gemeinsam mit dir — Website, Onlineshop und Sichtbarkeit aus einer Hand, auf Augenhöhe, ohne Technik-Vorträge. Dein Betrieb, unser Projekt. ?

Das Wichtigste als Video

FAQ – häufige Fragen

1. Brauche ich die Google Search Console auch, wenn mein Weingut gar keinen Onlineshop hat?

Ja, gerade dann. Auch ohne Shop entscheidet Google, ob Menschen deine Buschenschank-Zeiten, dein Verkostungsangebot oder deine Anfahrt finden. Die Search Console zeigt dir, mit welchen Worten gesucht wird — oft sind das „Weingut mit Buschenschank in der Nähe“ oder „Weinverkostung am Wochenende“ statt deiner Rebsorten. Daraus baust du deine Seiten um und bekommst mehr Anfragen für Führungen, Verkostungen und Ab-Hof-Verkauf. Zusätzlich meldet dir Google per Mail, wenn deine Seite nicht mehr erreichbar oder gehackt ist. Für einen Familienbetrieb ohne eigene Marketingabteilung ist das die günstigste Frühwarnung, die es gibt.

2. Was ist der Unterschied zwischen Impressionen und Klicks im Leistungsbericht?

Impressionen sind die Male, die deine Seite in den Suchergebnissen angezeigt wurde, Klicks sind die Male, die jemand tatsächlich draufgeklickt hat. Die Klickrate (CTR) ist das Verhältnis der beiden. Viele Impressionen bei wenigen Klicks heißt: Google zeigt dich, aber dein Eintrag überzeugt nicht — meist wegen einer langweiligen Überschrift, einer schwachen Meta-Beschreibung oder weil du auf Position 12 stehst und niemand so weit scrollt. Wenige Impressionen heißt dagegen: Google hält dich für dieses Thema noch gar nicht für relevant. Zwei völlig verschiedene Baustellen, zwei völlig verschiedene Maßnahmen.

3. Können mehrere Personen im Betrieb Zugriff auf die Search Console bekommen?

Ja, über „Einstellungen“ und dann „Nutzer und Berechtigungen“ lädst du weitere Google-Konten ein. Es gibt zwei Stufen: „Vollständig“ darf fast alles, „Eingeschränkt“ darf Daten ansehen, aber nichts Kritisches ändern. Deine Agentur oder deinen Webbetreuer setzt du am besten auf „Vollständig“, die Tochter, die den Shop pflegt, auf „Eingeschränkt“. Wichtig: Die Property selbst sollte auf einer Betriebsadresse wie weingut@deinedomain.at liegen, nicht auf einem privaten Gmail. Sonst ist beim nächsten Personalwechsel der komplette Verlauf weg — und den bekommst du nicht zurück.

4. Die DNS-Bestätigung schlägt fehl — was mache ich falsch?

In den meisten Fällen ist der Eintrag richtig, nur die Verbreitung braucht noch Zeit. Prüfe zuerst drei Klassiker: Steht der Typ wirklich auf TXT und nicht auf CNAME? Ist der Hostname leer beziehungsweise „@“ und nicht „www“? Und ist beim Kopieren des Codes ein Leerzeichen mitgerutscht? Manche Anbieter hängen automatisch deine Domain an den Hostnamen an — dann darf sie nicht noch einmal im Feld stehen. Klappt danach immer noch nichts, warte einen Tag: Die DNS-Verbreitung dauert in Einzelfällen bis zu 72 Stunden. Der Bestätigungscode bleibt in dieser Zeit gültig.

5. Ist die Google Search Console DSGVO-relevant — brauche ich dafür einen Cookie-Banner?

Nein, für die Search Console selbst brauchst du keinen Cookie-Banner. Sie setzt keine Cookies bei deinen Besucherinnen und Besuchern und misst kein Nutzerverhalten auf deiner Seite, sondern wertet nur aus, was in der Google-Suche vor dem Klick passiert — und das anonymisiert und aggregiert. Anders ist es bei Google Analytics 4: Das misst Verhalten auf deiner Website und ist damit einwilligungspflichtig. Verknüpfst du beide Werkzeuge miteinander, richtet sich die Einwilligungspflicht nach Analytics. Im Zweifel lass deinen Datenschutztext einmal fachlich prüfen, statt das Thema komplett auszulassen.

6. Meine Klicks sind plötzlich stark eingebrochen — woran liegt das?

Geh der Reihe nach vor, statt sofort an eine Google-Strafe zu denken. Schau erst im Bericht „Seitenindexierung“, ob Seiten aus dem Index gefallen sind — oft steckt ein versehentlich gesetztes noindex nach einem Relaunch dahinter. Prüfe dann, ob die Sitemap noch auf „Erfolgreich“ steht und ob der Verifizierungs-Eintrag im DNS noch existiert. Danach vergleichst du im Leistungsbericht Impressionen und Position: Bleiben die Impressionen stabil und fallen nur die Klicks, ist es ein Snippet-Problem. Fallen beide, hast du Ranking verloren. Und ganz ehrlich: Bei einem Weingut ist der Februar-Einbruch nach dem Advent oft einfach Saison.

7. Wie schnell kommt eine neue Seite nach dem Indexierungsantrag in Google?

Meist innerhalb weniger Stunden bis zu drei Wochen — eine Garantie gibt es nicht. Über die URL-Prüfung oben in der Suchleiste und „Indexierung beantragen“ stellst du deine neue Jahrgangs- oder Verkostungsseite in Googles Warteschlange. Etablierte Betriebsseiten mit vielen Links werden deutlich schneller abgeholt als ein junger Weinshop. Zwei Dinge beschleunigen das zusätzlich: eine interne Verlinkung von der Startseite oder aus dem Menü auf die neue Seite und genug echter Text darauf. Eine Produktseite mit drei Zeilen Beschreibung landet gern in „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“, egal wie oft du den Antrag stellst.

8. Was mache ich mit der Search Console bei einem Website-Relaunch?

Lass die alte Property bestehen und leg zusätzlich eine neue an, falls sich die Domain ändert. Bei gleicher Domain bleibt alles, wo es ist — dann prüfst du nach dem Livegang vor allem drei Dinge: Ist der Haken „Suchmaschinen davon abhalten“ unter Einstellungen ? Lesen wieder raus? Ist die neue Sitemap eingereicht und die alte gelöscht? Und leiten deine alten URLs per 301 auf die neuen weiter? Wechselst du die Domain, nutzt du zusätzlich das Tool „Adressänderung“ in den Einstellungen. Beobachte danach vier bis sechs Wochen den Bericht „Seitenindexierung“ — dort siehst du Fehler als Erstes.

9. Zeigt mir die Search Console auch, wie oft mein Weingut in Google Maps gefunden wird?

Nein, dafür brauchst du das Google Unternehmensprofil. Die Search Console misst ausschließlich deine Website in der klassischen Google-Suche. Wie viele Menschen deine Buschenschank über Maps gefunden haben, wie oft sie auf „Route“ oder „Anrufen“ getippt haben und mit welchen Suchbegriffen sie dort gelandet sind, steht in den Statistiken deines Unternehmensprofils unter google.com/business. Für Ab-Hof-Verkauf und Verkostungen ist das oft der schnellere Hebel als die Website, weil viele Anfragen direkt in Maps starten. Am besten pflegst du beides — Öffnungszeiten und Fotos im Profil, Inhalte und Technik auf der Website.

10. Warum steht bei manchen meiner Weine „Alternative Seite mit richtigem kanonischem Tag“?

Google hat entschieden, dass zwei deiner Seiten praktisch gleich sind, und zeigt nur eine davon. Typisch ist das bei Shops mit Flaschenvarianten: 0,75 Liter, Magnum und Sechserkarton haben oft fast identischen Text, nur der Preis unterscheidet sich. Das ist meist kein Fehler, sondern gewolltes Verhalten — Umsatz verlierst du dadurch nicht, solange die Hauptvariante im Index ist. Handeln solltest du erst, wenn Google die falsche Version ausgewählt hat. Dann gib den Varianten eigenständige Texte mit Lage, Jahrgangsnotiz und Speiseempfehlung oder setz den Canonical bewusst auf die Variante, die du verkaufen willst.

Beitrag teilen:

Weitere Artikel