Neue Website fürs Weingut: Wer kümmert sich um Domain, Hosting und E-Mail?

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Neue Website fürs Weingut: Wer kümmert sich um Domain, Hosting und E-Mail? — Infografik

Die Entscheidung für die neue Website ist gefallen, und plötzlich stehen Domain und Hosting im Raum. Das Design ist besprochen, die Weine für die neue Sortimentsseite sind ausgesucht. Und dann taucht eine Frage auf, die mit Gestaltung nichts zu tun hat: Wo liegen eigentlich Domain und Hosting? Wer zahlt die jährlichen Rechnungen dafür? Und was passiert mit den E-Mail-Adressen, über die täglich Bestellungen, Reservierungen und Anfragen vom Weinhandel hereinkommen?

In vielen Weingütern haben sich Domain und Hosting und die E-Mail über die Jahre bei drei verschiedenen Stellen angesammelt. Die Website hat ein Bekannter gebaut und in seinem Konto abgelegt. Die Domain wurde vor langer Zeit von einem Familienmitglied registriert. Die E-Mail läuft beim Internetanbieter. Im Alltag stört das nicht. Es stört erst, wenn etwas geändert werden soll.

Wenn du deine neue Website mit uns machst, kümmern wir uns um Domain und Hosting sowie um die Abstimmung deiner E-Mail-Einrichtung. Du musst nicht selbst bei mehreren Anbietern anrufen und herausfinden, wer welche Berechtigung hat. Wir sehen uns an, was vorhanden ist, klären mit dir, was weiterverwendet wird, und übernehmen die vereinbarte Einrichtung oder den nötigen Umzug. In diesem Artikel zeigen wir, wie wir Domain und Hosting organisieren, und geben dir die Übersicht mit, die wir dafür verwenden.

Drei Dienste, die von außen wie einer wirken

Für Besucher ist die Internetadresse des Weinguts eine einzige Sache. Technisch stecken dahinter Domain und Hosting und dazu die E-Mail, also drei getrennte Dienste, die unabhängig voneinander bei verschiedenen Anbietern liegen können.

Grafik: Domain und Hosting Weingut plus E-Mail als drei getrennte Dienste hinter einer Internetadresse
  • Die Domain ist der Name, also zum Beispiel weingut-sonnleiten.at. Sie ist bei einer Registrierungsstelle eingetragen, und sie gehört der Person oder dem Betrieb, der dort als Inhaber steht. Für österreichische Adressen ist das die Registrierungsstelle nic.at.
  • Das Hosting ist der Speicherplatz auf einem Server, auf dem die Website tatsächlich läuft. Wer das Hosting wechselt, zieht die Website um, nicht den Namen.
  • Die E-Mail ist ein eigener Dienst mit eigenen Postfächern. Sie kann beim Hosting-Anbieter liegen, beim Internetanbieter oder bei einem getrennten Mail-Dienst.

Warum das für dein Projekt zählt: Bei einer neuen Website wird von Domain und Hosting in erster Linie das Hosting berührt. Die Domain bleibt meistens, wo sie ist, und wird nur auf den neuen Server gezeigt. Die E-Mail muss gar nicht angefasst werden, wenn sie getrennt läuft. Sie darf aber auch nicht versehentlich mitgezogen oder abgeschnitten werden, wenn die Domain neu eingestellt wird. Genau an dieser Nahtstelle kann das passieren, was niemand nach einem Relaunch erleben will: Die neue Seite ist online, aber die Bestellmails kommen nicht mehr an.

Was du für das Erstgespräch an Unterlagen zusammensuchen kannst, steht im Artikel Weingut Website erstellen: 8 Fehler vor dem Erstgespräch. Hier geht es um den Schritt danach: Aus den gesammelten Informationen machen wir einen Plan, in dem für Domain und Hosting und für die E-Mail klar ist, wer entscheidet, wer zahlt, wer eingreifen darf und wie man wieder hineinkommt, falls ein Zugang verloren geht.

Vier Fragen, die wir für Domain und Hosting beantworten

Unsere Übersicht stellt für die Website, für Domain und Hosting und für die E-Mail jeweils dieselben vier Fragen.

Wer ist Eigentümer oder Vertragsinhaber? Bei der Domain ist das die Person oder Firma, die bei der Registrierungsstelle als Inhaber eingetragen ist. Beim Hosting und bei der E-Mail ist es der Name, der im Vertrag steht. Unsere klare Haltung: Inhaber von Domain und Hosting sollte dein Weingut sein. Nicht der frühere Webdesigner, nicht ein Verwandter, und auch nicht wir. Wir richten ein und betreuen, aber die Verträge laufen auf deinen Betrieb.

Wer bekommt die Rechnung? Domain und Hosting werden meist jährlich verlängert. Geht die Rechnung an eine E-Mail-Adresse, die niemand mehr liest, oder wird sie von einer Kreditkarte abgebucht, die längst abgelaufen ist, kann ein Dienst ohne Vorwarnung auslaufen. Eine Domain, die ausläuft, kann von anderen registriert werden. Diese Spalte ist deshalb wichtiger, als sie aussieht.

Wer ist der technische Kontakt? Das ist die Person, die Einstellungen ändern darf: die Domain auf einen anderen Server zeigen, ein Postfach anlegen, ein Zertifikat erneuern. Diese Rolle übernehmen wir im Projekt für die vereinbarten Dienste. Sie ist bewusst getrennt vom Eigentum: Wir dürfen an Domain und Hosting arbeiten, du bleibst der Inhaber.

Wie ist der Wiederherstellungsweg? Das ist die Frage, die in den meisten Weingütern noch nie jemand gestellt hat. Wohin schickt der Anbieter den Link, wenn das Passwort zurückgesetzt werden muss? An welche Handynummer geht ein Bestätigungscode? Wer kann sich beim Anbieter mit Firmenbuchauszug oder Ausweis als Inhaber ausweisen, wenn gar nichts mehr geht? Und eine Falle, die wir bei der Prüfung von Domain und Hosting besonders beachten: Liegt die Wiederherstellungsadresse für die Domain auf genau der E-Mail, die gerade umgezogen wird, ist der Rettungsweg während des Umzugs blockiert.

Beispiel-Weingut Sonnleiten: die ausgefüllte Übersicht

Das folgende Weingut ist erfunden, die Situation ist typisch. Das Beispiel-Weingut Sonnleiten in der Südsteiermark hat vor Jahren eine Website von einem Bekannten bauen lassen, die in dessen Hosting-Konto liegt. Die Domain hat der Bruder des Winzers vor Jahren registriert. Die E-Mail-Adressen laufen beim Internetanbieter des Betriebs und funktionieren tadellos. Für Domain und Hosting weiß niemand, welches Passwort wohin gehört.

Tabellengrafik der Zuständigkeitsübersicht eines Beispiel-Weinguts mit Eigentum, Rechnung und Wiederherstellungsweg

So sieht unsere Übersicht nach der Bestandsaufnahme aus. Alle Namen, Adressen und Angaben sind Beispieldaten.

Dienst Eigentum / Vertragsinhaber Rechnungsempfänger Technischer Kontakt Wiederherstellungsweg Bewertung
Website / Hosting (alt) Bekannter des Winzers, privates Kundenkonto Bekannter, zahlt privat und stellt weiter Bekannter, kein Zugang im Weingut Nur über den Bekannten möglich Wird durch neues Hosting ersetzt, Konto nach dem Start kündigen
Domain weingut-sonnleiten.at Bruder des Winzers, als Privatperson eingetragen Bruder, private Adresse Niemand aktiv, Zugang unbekannt Reset-Link geht an die private Adresse des Bruders Bleibt beim Anbieter, Inhaber wird auf das Weingut umgeschrieben
E-Mail office@weingut-sonnleiten.at und drei weitere Postfächer Weingut Sonnleiten (Betrieb) Weingut, Sammelrechnung mit Internet und Telefon Winzerin, kennt das Kundenkonto Reset per SMS an die Betriebsnummer, Kundenkennwort beim Anbieter hinterlegt Bleibt unverändert, wird beim Domain-Umzug nur geschützt

Wenn du diese Tabelle für Domain und Hosting in deinem Betrieb ausfüllen möchtest: Es geht ausschließlich um Namen, Rollen und Wege. Passwörter gehören nicht hinein.

Dienst Eigentum / Vertragsinhaber Rechnungsempfänger Technischer Kontakt Wiederherstellungsweg Bewertung
Website / Hosting
Domain
E-Mail

Was wir aus der Übersicht für Domain und Hosting ableiten

Die Tabelle ist kein Selbstzweck. Sie zeigt uns auf einen Blick, wo Handlungsbedarf besteht und wo nicht. Beim Beispiel-Weingut Sonnleiten ergibt sich daraus ein Plan mit drei sehr unterschiedlichen Wegen.

Website und Hosting werden neu aufgesetzt. Die neue Website läuft entweder auf unserem Server oder auf einem eigenen Server des Weinguts. Beides ist möglich, die Entscheidung liegt bei dir und wird im Angebot festgehalten. Das alte Konto des Bekannten braucht niemand mehr, sobald die neue Seite läuft und wir bestätigt haben, dass dort nichts mehr liegt, was noch gebraucht wird. Die Kündigung spricht der Winzer selbst aus, denn es ist nicht unser Vertrag. Wir sagen ihm, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist.

Die Domain bleibt, wo sie ist, aber der Inhaber wird korrigiert. Ein Anbieterwechsel ist hier nicht nötig; bestehende Dienste für Domain und Hosting ersetzen wir nicht ohne Grund. Was sich ändern muss, ist der Eintrag: Das Weingut wird Inhaber, die Rechnung geht an die Betriebsadresse, und die Wiederherstellungsadresse wird auf ein Postfach gelegt, das im Betrieb gelesen wird. Diese Umschreibung erfordert die Zustimmung des bisherigen Inhabers. Wir bereiten die Unterlagen vor und begleiten den Vorgang, unterschreiben müssen die Beteiligten selbst.

Die E-Mail bleibt unangetastet. Hier passt alles: Der Betrieb ist Inhaber, die Rechnung kommt an, der Wiederherstellungsweg ist bekannt. Unsere Aufgabe ist es, beim Umzug der Domain auf den neuen Server dafür zu sorgen, dass die Einstellungen für den Mailverkehr unverändert bleiben. Das prüfen wir vor dem Start und noch einmal danach, indem wir Testnachrichten in beide Richtungen schicken.

Bei Domain und Hosting muss nicht alles umziehen, aber alles muss angeschaut werden. Am Ende steht für jeden Dienst ein Name in jeder Spalte. Allgemeine Informationen für Betriebe gibt es auch bei der WKO.

Wie Zugänge zu uns kommen und wieder zu dir

Für die technische Arbeit an Domain und Hosting brauchen wir Zugriff. Wie dieser Zugriff aussieht, stimmen wir zu Beginn mit dir ab, und wir halten uns an einige Grundsätze.

Prozesskette: technischer Zugang für die Agentur und Rückgabe der Zuständigkeiten an das Weingut

Wo ein Anbieter es erlaubt, bekommen wir einen eigenen technischen Zugang statt deiner persönlichen Anmeldedaten. So bleibt nachvollziehbar, wer was geändert hat, und du kannst unseren Zugang später beenden, ohne dein eigenes Passwort zu ändern. Wo das nicht geht, vereinbaren wir einen sicheren Übergabeweg abseits der normalen E-Mail. Zugangsdaten für Domain und Hosting stehen bei uns in keinem Projektdokument im Klartext.

Nach der Fertigstellung bekommst du die aktualisierte Übersicht zurück: mit deinem Weingut als Inhaber in allen drei Zeilen, mit uns als technischem Kontakt für die vereinbarten Dienste und mit einem Wiederherstellungsweg, der über deinen Betrieb läuft. Ein späterer Agenturwechsel ist dann eine Frage von Berechtigungen, nicht von Detektivarbeit.

Wer sich nach dem Start um die Website kümmert

Die laufende Betreuung regeln wir schon im Angebot, nicht erst, wenn das erste Update ansteht. Unsere Webpauschale enthält drei Dinge: Wir pflegen neue Weine auf der Website ein, wir spielen die Updates für WordPress, das Theme und die Plugins ein, und wir sichern die Website regelmäßig mit Backups. Liegt deine Website auf unserem Server, ist auch die Serverbetreuung in der Webpauschale enthalten. Entscheidest du dich für einen eigenen Server, ist das ebenfalls möglich; die Serverbetreuung liegt dann beim jeweiligen Anbieter, und wir kümmern uns um die Website darauf. Was in deinem Fall dazugehört, halten wir schriftlich fest.

Warum Wartung überhaupt einen eigenen Posten braucht, haben wir im Artikel Website Wartung fürs Weingut: 12 Fehler, die teuer werden beschrieben. Die Zuständigkeitsübersicht für Domain und Hosting bleibt auch nach dem Start das Dokument, in dem steht, wen du anrufst, wenn etwas nicht funktioniert.

Die Domain bleibt in deinem Eigentum, wir können als technischer Kontakt eingetragen bleiben. Deine E-Mail läuft weiter bei deinem bisherigen Anbieter, sofern nichts anderes vereinbart ist. Brauchst du neue Postfächer, etwa für die Buschenschank, klären wir, ob das in den Projektumfang fällt oder gesondert angeboten wird.

Was wir bei Domain und Hosting übernehmen und was wir von dir brauchen

So teilen wir die Aufgaben in unseren Projekten auf. Der konkrete Umfang steht in deinem Angebot.

Checkliste als Grafik: Aufgaben der Agentur und Zuarbeit des Weinguts beim Website-Projekt

Wir übernehmen:

  • Die Bestandsaufnahme: Wir finden heraus, wo Domain und Hosting und die E-Mail liegen, wer eingetragen ist und welche Wiederherstellungswege existieren.
  • Die Bewertung: Wir sagen dir für jeden Dienst, ob er bleibt, korrigiert oder ersetzt wird, und warum.
  • Die Einrichtung der neuen Website auf unserem oder deinem Server.
  • Das Umstellen der Domain auf die neue Website, inklusive Schutz der bestehenden E-Mail-Einstellungen.
  • Die Vorbereitung von Unterlagen für Inhaberwechsel und die Koordination mit den bisherigen Anbietern.
  • Die Kontrolle nach dem Umzug: Website erreichbar, Mails kommen an, Zertifikat gültig.
  • Die laufende Betreuung im Rahmen der Webpauschale.

Wir brauchen von dir:

  • Die Namen der bisherigen Anbieter für Domain und Hosting und der Personen, die Verträge unterschrieben haben. Auch unvollständige Angaben helfen, wir recherchieren den Rest.
  • Deine Entscheidung, ob die Website auf unserem oder einem eigenen Server liegen soll.
  • Deine Freigabe für jeden Schritt, der einen Vertrag berührt: Inhaberwechsel, Kündigung, neuer Vertrag.
  • Die Unterschriften der Beteiligten, wo Anbieter sie verlangen.
  • Einen Ansprechpartner im Betrieb, der Testnachrichten bestätigt und Rückfragen beantwortet.

Entscheidungen bleiben bei dir. Einrichtung, Koordination und Kontrolle für Domain und Hosting liegen bei uns. Was darüber hinausgeht, etwa ein vollständiger E-Mail-Umzug zu einem anderen Anbieter, nehmen wir bei Bedarf ins Angebot auf.

Lass uns über deine neue Website sprechen

Wenn die Technik hinter deiner Website bisher ein Thema war, um das du lieber einen Bogen gemacht hast, plane deine neue Website mit uns. Wir kümmern uns auch um die Technik dahinter: Domain und Hosting und die Abstimmung deiner E-Mail-Einrichtung gehören in unseren Projekten dazu. Welche Einrichtung, welcher Umzug und welche laufende Betreuung zu deinem Auftrag gehören, halten wir im Angebot klar fest.

Schreib uns über unsere Kontaktseite, gerne mit dem, was du über deine bisherigen Anbieter für Domain und Hosting weißt, auch wenn es unvollständig ist.

Das Wichtigste als Video

FAQ – häufige Fragen

1. Wo liegt der Unterschied zwischen Domain, Hosting und E-Mail?

Das sind drei getrennte Dienste, die bei drei verschiedenen Anbietern liegen können. Die Domain ist nur der Name, also zum Beispiel weingut-sonnleiten.at, und sie ist bei einer Registrierungsstelle auf einen Inhaber eingetragen. Das Hosting ist der Speicherplatz auf dem Server, auf dem deine Website tatsächlich läuft. Die E-Mail ist ein eigener Dienst mit eigenen Postfächern und kann beim Hosting-Anbieter, beim Internetanbieter oder bei einem separaten Mail-Dienst liegen. Für deine Besucher wirkt das wie eine einzige Sache. Im Projekt sind es drei Verträge mit drei möglichen Ansprechpartnern.

Deshalb sehen wir uns bei einer neuen Website Domain und Hosting genauso wie die E-Mail einzeln an, auch wenn nur das Hosting getauscht wird.

2. Können bei einem Website-Relaunch plötzlich keine E-Mails mehr ankommen?

Ja, das kann passieren, wenn die Domain auf den neuen Server gezeigt wird, ohne die bestehenden Mail-Einstellungen zu berücksichtigen. Genau an dieser Nahtstelle entsteht der Fall, den niemand erleben will: Die neue Seite ist online, aber Bestellungen und Reservierungsanfragen kommen nicht mehr durch. Deshalb notieren wir vor der Umstellung von Domain und Hosting, wo deine Postfächer liegen und welche Einstellungen für den Mailverkehr aktiv sind, und halten diese beim Umzug unverändert. Vor dem Start und noch einmal danach schicken wir Testnachrichten in beide Richtungen und lassen sie von einem Ansprechpartner im Betrieb bestätigen.

Liegen Website und E-Mail beim selben Anbieter, planen wir den Übergang so, dass die Postfächer weiterlaufen.

3. Auf wen sollte die Domain meines Weinguts eingetragen sein?

Auf dein Weingut, also auf den Betrieb selbst. Nicht auf den früheren Webdesigner, nicht auf ein Familienmitglied als Privatperson und auch nicht auf uns. Wir richten ein und betreuen, aber die Verträge für Domain und Hosting laufen auf deinen Namen. In vielen Weingütern ist das historisch anders gewachsen, weil vor Jahren einfach jemand die Domain registriert hat, der gerade Zeit hatte. Im Alltag stört das nicht, es stört erst, wenn etwas geändert werden soll oder ein Zugang fehlt. Eine Umschreibung auf den Betrieb ist möglich, braucht aber die Zustimmung des bisher eingetragenen Inhabers.

Wir bereiten die Unterlagen vor und begleiten den Vorgang, unterschreiben müssen die Beteiligten selbst.

4. Was mache ich, wenn der frühere Webdesigner nicht mehr erreichbar ist?

Das ist lösbar, wird aber aufwendiger als der Normalfall. Zuerst prüfen wir, welche Dienste überhaupt in seinem Konto liegen: oft nur das Hosting, manchmal auch die Domain. Wo er nur Hosting-Kunde war, betrifft dich das kaum, denn die neue Website wird ohnehin neu aufgesetzt. Liegt die Domain auf seinen Namen, sind formale Schritte beim Anbieter nötig, um den Inhaber zu ändern. Diese Schritte bereiten wir vor und gehen sie mit dir durch, unter anderem den Nachweis, dass dein Betrieb der rechtmäßige Nutzer des Namens ist. Welche Unterlagen ein Anbieter verlangt, ist unterschiedlich.

Deshalb klären wir Domain und Hosting früh und nicht erst kurz vor dem geplanten Start.

5. Gebe ich euch meine Passwörter, wenn ihr die Technik übernimmt?

Nein, wo es der Anbieter erlaubt, bekommen wir einen eigenen technischen Zugang statt deiner persönlichen Anmeldedaten. So bleibt nachvollziehbar, wer welche Änderung gemacht hat, und du kannst unseren Zugang später beenden, ohne dein eigenes Passwort ändern zu müssen. Wo ein Anbieter getrennte Zugänge nicht anbietet, vereinbaren wir zu Beginn einen sicheren Übergabeweg abseits der normalen E-Mail. Zugangsdaten stehen bei uns in keinem Projektdokument im Klartext. Auch in der Zuständigkeitsübersicht, die wir für dein Projekt ausfüllen, stehen keine Passwörter: Dort geht es ausschließlich um Namen, Rollen und Wege.

Also darum, wer Inhaber ist, wer zahlt, wer eingreifen darf und wie man wieder hineinkommt.

6. Muss mein Hosting zu euch wechseln, damit ihr die Website machen könnt?

Nein, die neue Website kann auf unserem Server oder auf einem eigenen Server deines Weinguts laufen. Beides ist möglich, die Entscheidung liegt bei dir und wird im Angebot festgehalten. Liegt die Website auf unserem Server, ist die Serverbetreuung in der Webpauschale enthalten. Entscheidest du dich für einen eigenen Server, liegt die Serverbetreuung beim jeweiligen Anbieter, und wir kümmern uns um die Website darauf. Was in deinem Fall dazugehört, halten wir schriftlich fest, damit später klar ist, wen du bei welchem Problem anrufst. Bestehende Dienste wie Domain und Hosting ersetzen wir grundsätzlich nicht ohne Grund.

Einen Wechsel empfehlen wir nur, wenn es einen konkreten Anlass gibt.

7. Was ist in der Webpauschale enthalten?

Die Webpauschale enthält drei Dinge: Wir pflegen neue Weine auf der Website ein, wir spielen die Updates für WordPress, das Theme und die Plugins ein, und wir sichern die Website regelmäßig mit Backups. Liegt deine Website auf unserem Server, ist zusätzlich die Serverbetreuung enthalten. Diese laufende Betreuung regeln wir schon im Angebot und nicht erst, wenn das erste Update ansteht. So weißt du von Anfang an, wer sich nach dem Start kümmert.

Was darüber hinausgeht, zum Beispiel neue Postfächer für die Buschenschank oder ein vollständiger E-Mail-Umzug zu einem anderen Anbieter, klären wir gesondert und nehmen es bei Bedarf ins Angebot auf.

8. Was passiert mit Domain und Hosting, wenn ich später die Agentur wechsle?

Dann ist das eine Frage von Berechtigungen und nicht von Detektivarbeit. Nach der Fertigstellung bekommst du die aktualisierte Zuständigkeitsübersicht zurück: mit deinem Weingut als Inhaber in allen drei Zeilen, mit uns als technischem Kontakt für die vereinbarten Dienste und mit einem Wiederherstellungsweg, der über deinen Betrieb läuft. Weil Domain und Hosting auf dein Weingut laufen, kannst du unseren technischen Zugang beenden und einen anderen Dienstleister eintragen lassen, ohne dass dir jemand den Zugang verweigern kann. Genau deshalb trennen wir Eigentum und technischen Kontakt so konsequent: Wir dürfen arbeiten, du bleibst der Inhaber.

Das ist unabhängig davon, wie lange wir zusammenarbeiten, die saubere Grundlage.

9. Warum fragt ihr, wer die Rechnung für Domain und Hosting bekommt?

Weil eine Rechnung, die niemand liest, einen Dienst stillschweigend beenden kann. Domain und Hosting werden meist jährlich verlängert. Geht die Rechnung an eine E-Mail-Adresse, die seit Jahren niemand mehr öffnet, oder wird sie von einer abgelaufenen Kreditkarte abgebucht, läuft der Dienst ohne Vorwarnung aus. Eine Domain, die ausläuft, kann von anderen registriert werden, und dann steht nicht nur die Website still, sondern auch alle Adressen darunter. Deshalb prüfen wir bei der Bestandsaufnahme, wer Rechnungsempfänger ist, und legen die Rechnung im Zweifel auf die Betriebsadresse. Diese Spalte in der Übersicht ist wichtiger, als sie auf den ersten Blick aussieht.

10. Was meint ihr mit Wiederherstellungsweg und warum fragt ihr danach?

Der Wiederherstellungsweg ist der Weg zurück in ein Konto, wenn das Passwort weg ist. Wohin schickt der Anbieter den Reset-Link? An welche Handynummer geht ein Bestätigungscode? Wer kann sich beim Anbieter mit Ausweis oder Firmenbuchauszug als Inhaber ausweisen, wenn gar nichts mehr geht? In vielen Weingütern hat diese Frage noch nie jemand gestellt, und sie fällt erst im Notfall auf. Besonders achten wir auf eine Falle: Liegt die Wiederherstellungsadresse der Domain auf genau der E-Mail, die gerade umgezogen wird, ist der Rettungsweg während des Umzugs blockiert. Deshalb legen wir die Wiederherstellung auf ein Postfach, das im Betrieb tatsächlich gelesen wird.

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