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Weintrends 2026: Was Kund:innen dieses Jahr kaufen wollen
Jedes Jahr wird über Weintrends gesprochen, doch nur wenige davon landen tatsächlich im Einkaufswagen. In diesem Artikel analysieren wir Weintrends 2026 datenbasiert: Was Menschen wirklich nachfragen, diskutieren und kaufen – nicht nur, was die Branche vermutet.
1) Warum Weintrends 2026 anders gelesen werden müssen
Klassische Trendartikel orientieren sich häufig an Fachmessen, Sommeliers oder Branchenmedien. Diese Perspektive ist zwar interessant, sagt jedoch wenig darüber aus, was tatsächlich im Warenkorb landet. Für Weingüter ist entscheidend, was Kund:innen wirklich kaufen – nicht nur, was in der Branche diskutiert wird.
Für die Analyse der Weintrends 2026 haben wir deshalb einen anderen Ansatz gewählt: Social Listening. Statt reine Expertenmeinungen zu sammeln, haben wir ausgewertet, welche Themen in Reddit-Diskussionen, Social-Media-Kommentaren und Produktbewertungen regelmäßig auftauchen. So entsteht ein realistisches Bild des tatsächlichen Kaufinteresses.
Besonders relevante Plattformen sind dabei:
- Reddit (z. B. r/wine, r/naturalwine), wo intensiv über Stilrichtungen diskutiert wird
- Instagram- und TikTok-Kommentare, die spontane Reaktionen widerspiegeln
- Bewertungen und Rezensionen in Online-Shops, die konkrete Kaufargumente offenlegen
2) Trend 1: Low-ABV & alkoholfrei – bewusster Genuss
Einer der deutlichsten Weintrends 2026 ist die steigende Nachfrage nach Weinen mit niedrigerem Alkoholgehalt. Begriffe wie „low alcohol“, „light wine“ oder „alkoholfrei“ werden nicht nur häufiger gesucht, sondern auch aktiver diskutiert.
Die Beweggründe sind nachvollziehbar:
- Ein bewussterer Umgang mit Alkohol
- Mehr Alltagstauglichkeit und weniger „Kater-Moment“
- Ein Lifestyle, der Fitness und Gesundheit stärker gewichtet
Laut Statista wächst der Markt für alkoholfreie Getränke seit Jahren kontinuierlich – nicht nur bei Bier oder Softdrinks, sondern zunehmend auch im Weinsegment.
Für Weingüter bedeutet das: Alkoholfreier Wein ist kein Ersatzprodukt mehr, sondern eine strategische Erweiterung des Sortiments und oft ein Einstiegspunkt für neue Zielgruppen.
3) Trend 2: Naturwein & wenig Intervention
Naturwein bleibt auch 2026 ein stark diskutiertes Thema. Auffällig ist dabei, dass Naturwein nicht beiläufig konsumiert, sondern intensiv kommentiert und bewertet wird.
Die wichtigsten Kaufmotive sind:
- Authentizität und Handwerk
- Eine klare Haltung des Weinguts
- Transparente Herkunft und Geschichte
Für Weingüter bedeutet das: Naturwein benötigt eine klare Positionierung. Er funktioniert nicht als zufällige Ergänzung im Sortiment, sondern als bewusst kommuniziertes Profilprodukt.
4) Trend 3: Dosenwein & alternative Verpackungen
Einer der meistdiskutierten Weintrends 2026 auf Social Media ist Wein in alternativen Verpackungen, insbesondere in der Dose.
Die Motivation dahinter ist eindeutig:
- Hohe Convenience im Alltag
- Outdoor-, Festival- und Picknick-Tauglichkeit
- Kleinere Mengen mit geringerer Kaufverpflichtung
Entscheidend ist jedoch die Positionierung. Dosenwein funktioniert nur dann erfolgreich, wenn Design, Qualität und Markenbotschaft klar kommuniziert werden. Ohne saubere Inszenierung entsteht schnell ein Billigimage, das langfristig der Marke schadet.
5) Trend 4: Regionale Klassiker neu erzählt
Trotz aller Innovationen suchen viele Konsument:innen weiterhin Sicherheit. Klassiker wie Grüner Veltliner, Riesling oder Zweigelt bleiben relevant – allerdings in einer modernen, zugänglichen Kommunikation.
Wichtige Kaufargumente sind dabei:
- Klare Anlässe wie „Wein für Dinner“ oder „Wein für Gäste“
- Foodpairing-Empfehlungen statt technischer Details
- Ein modernes Etikett und eine verständliche Sprache
6) Trend 5: Erlebnis vor Expertise
Fachwissen beeindruckt nur begrenzt. Erlebnis verkauft. Käufer:innen möchten nicht im Detail verstehen, wie der Wein hergestellt wurde, sondern wissen, wie er sich anfühlt, wann er passt und welchen Moment er begleitet.
Erfolgreiche Formate sind daher:
- Probierpakete mit klarer thematischer Einordnung
- „Wein für …“-Bundles mit konkretem Anlassbezug
- Klare, emotionale Genussversprechen
7) Was Weintrends 2026 für Weingüter konkret bedeuten
Trends verkaufen sich nicht automatisch. Sie müssen aktiv in Produkte, Angebote und Kommunikationsformate übersetzt werden.
- Bundles statt isolierter Einzelflaschen
- Ein konsequent mobile-optimierter Online-Shop
- Klare Versand- und Lieferinformationen für mehr Vertrauen
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Fazit
Weintrends 2026 zeigen deutlich, dass Kund:innen bewusster, situationsbezogener und mit stärkerem Fokus auf Erlebnis und Identifikation kaufen.
Weingüter, die diese Entwicklungen ernst nehmen und aktiv in Sortiment und Kommunikation integrieren, gewinnen nicht nur kurzfristige Aufmerksamkeit, sondern bauen langfristige Kundenbeziehungen auf.
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FAQs
Häufige Fragen (FAQ)
Was sind die wichtigsten Weintrends 2026?
Low-ABV, alkoholfrei, Naturwein, Dosenwein und erlebnisorientierte Bundles.
Sind alkoholfreie Weine nur ein Trend?
Nein, sie sind ein stabiles Wachstumssegment.
Warum kaufen Menschen Naturwein?
Wegen Authentizität, Story und klarer Haltung.
Funktioniert Dosenwein wirklich?
Ja, bei richtiger Positionierung und gutem Design.
Welche Rolle spielt Social Media bei Weintrends?
Eine zentrale Rolle, vor allem bei Trendentstehung.
Wie nutze ich Trends im Online-Shop?
Über Bundles, klare Anlässe und einfache Sprache.
Sollte ich mein Sortiment anpassen?
Ja, zumindest testweise mit limitierten Angeboten.
Welche Trends sind für kleine Weingüter relevant?
Low-ABV, regionale Klassiker und Probierpakete.
Wie oft ändern sich Weintrends?
Jährlich in der Kommunikation, langfristig im Kern.
Könnt ihr bei der Umsetzung helfen?
Ja, von Analyse bis Kampagne.


